SAP-IDoc-Qualifier – mühelos die Qualifier-Bedeutung ermitteln.

Innerhalb von SAP-IDocs sind Qualifier eine sinnvolle und effektive Methode Komplexität von Datenstrukturen zu reduzieren. Mit Qualifiern wird festgelegt, welche Bedeutung ein Wert innerhalb eines Feldes hat; hierzu folgendes kleine Beispiel:

# In der Variable A wird ein Datum gespeichert

# Zur Variable A gehört sein Attribut A1

# Wenn A1=001 ist, dann enthält die Variable A das Beginndatum

# Wenn aber A2=002 ist, dann enthält die Variable A das Endedatum

 

Ein konkretes Beispiel für Qualifier in IDocs:

# IDoc-Typ: SHPMNT

# Segment mit Qualifier: E1EDT10

 

Im Segment E1EDT10 können geplante und tatsächliche Anfangs-/Enddaten und Uhrzeit von Transportstatus per IDoc übermittelt werden. Was nun konkret der Qualifier 001 bedeutet kann man einfach ermitteln, in dem man links auf das kleine Blatt neben dem Segment E1EDT10 doppelklickt; hier bedeutet der Qualifier 001 der Termin für die Transportdisposition (Planung)

 

Jetzt gibt es für das Segment E1EDT10 neben dem Qualiifer 001 natürlich auch weitere Qualifier 002, 003, 004, etc. Wenn du nun ermitteln willst welche Qualifier für dieses Segment vorgesehen sind, und was sie bedeuten, kannst du dies mit diesen 2 Ansätzen ermitteln:

 

1. IDoc-Qualifier per SE11 ermitteln

# Transaktion SE11 aufrufen

# In das Feld Datenbanktabelle das Segment E1EDT10 eingeben und auf Anzeigen klicken

# Im folgenden Detailbild in der Spalte Komponententyp auf den Wert EDI_VTDT10 doppelklicken (erste Zeile)

# Nun in der Zeile „Domäne“ wieder auf den Wert EDI_VTDT10 doppelklicken

# Im nächsten Bild den Reiter „Wertebereich“ anklicken

# Die Liste enthält alle möglichen Qualifier zum Segment E1EDT10 und deren Bedeutungen:

 

2. IDoc-Qualifier per WE60 ermitteln

# Transaktion WE60 aufrufen

# Über die Menüleiste die Benutzereinstellungen aufrufen: Springen -> Benutzereinstellungen …

# Im nächsten Screen durch anklicken auf das Brillen/Stift-Icon in den Änderungsmodus wechseln

# Jetzt die beiden Anzeigeattribute „Ausgabe der Doku“ und „Ausgabe der Feldwerte“ aktivieren und Einstellungen sichern (STRG+S)

# Nun wieder zurück (per F3) zum Startbild der WE60

# Hier in das Feld Basistyp SHPMNT05 eingeben und F8 drücken (Anzeige der Doku im HTML-Format)

# In der Anzeige des Dokumentation per STRG+F das Suchhilfe aufrufen und nach dem Segment E1EDT10 suchen

# Solange weiter suchen bis man an folgende Stelle gelangt:

 

 

cu, Isa.

SAP-GUI 80% effektiver nutzen – ein einfacher Trick.

Saßt du auch mal etwas perplex vor deinem Bildschirm und dachtest dir, „ohh Mann, was ist denn jetzt passiert …???“ Du hattest unbewusst eine Tastenkombination betätigt, der Bildschirm hatte sich gedreht und der Mauszeiger bewegte sich unkontrolliert in alle Richtungen, aber nur nicht in die Richtung, in du sie hin haben wolltest.

# Was passiert war: Du hattest einfach die  Windows“Bildschirm drehen“ Funktion aktiviert.

Optimistisch geschätzt wissen 99% der User nichts mit dieser Funktion anzufangen, doch man kann sie bei der Arbeit mit dem SAP-GUI sehr effektiv einsetzen:

Ich habe hier einige Male über Massen-Pflegemöglichkeiten im SAP geschrieben (*1; *2), doch es gibt immer wieder Situationen, wo die MASS nicht weiterhilft bzw. man den Aufwand für eine LSMW scheut. Hier ist das Mittel der Wahl eine vorbereitete Excel-Datei per Copy&Paste manuell einzugeben. Ein gutes Beispiel ist in die Erfassung von Routendaten: Bei diesem Thema können bis zu mehrere Hundert Datensätze zu erfassen sein, die man gut per Copy&Paste eingeben kann. Hier muss man natürlich beachten, dass per Copy&Paste nur in den sichtbaren Bereich des Bildschirms Daten erfasst werden können, dies bedeutet dass man diesen immer wieder mehrere Blöcke per Copy&Paste eingeben muss.

 

So jetzt kommt der „Dreh den Bildschirm“ Trick zum Tragen:

#1 Zunächst musst deinen Monitor, der auf deinem Arbeitsplatz steht, um 90° drehen. Heutige Desktop-Monitore lassen sich ohne Probleme drehen

#2 Jetzt drehst du noch die Anzeige des Bildschirms in Windows

Damit hast du nun ca. 70-80% mehr Eingabefläche für die Copy&Paste Aktion 😉

 

Links: Gedrehte Sicht / Rechts: Normale Sicht

 

cu, Isa.

 

 

 

Das interessiert SAP-Berater – TOP10-Beiträge – 2019

Hallo Zusammen,

wie letztes Jahr schon um diese Zeit, hier die TOP10 Beiträge auf ThinkDoForward.com mit den meisten Zugriffen seit Anfang des Jahres:

 

#1 – 65 wichtige SD-Tabelle, die rocken.

 

#2 – 114 MM-Transaktionen, die es in sich haben.

 

#3 – SD-Transaktionen: Diese Liste kennen erfolgreiche SD-Berater.

 

#4 – 12 IDoc-Tricks, mit denen du einen bleibenden Eindruck beim Kunden hinterlässt.

 

#5 – 102 MM-Tabellen – die Übersicht für SAP-Cracks

 

#6 – 29 SAP-GUI Features, die SAP-Berater kennen müssen!

 

#7 – SAP Parameter-IDs – Geheime SAP-Funktionen aktiveren und mehr Zeit fürs Wesentliche.

 

#8 – 73 SAP-PP-Tabellen, die ich einfach liebe.

 

#9 – SAP SQVI – diese Tipps solltest du dir nicht entgehen lassen.

 

#10 – SAP-Tabellen finden – eine minimalistische Anleitung

 

cu, Isa.

 

AL08 vs SM04 – der kleine aber feine Unterschied.

Vor einigen Jahren stand ich in einer SAP-Produtivumgebung vor dem Problem, dass eine Reihe von IDocs nicht verbucht werden konnten, da ein Material gesperrt war. Prompt rief ich die Transaktion SM12 auf, um nachzuschauen, welcher User das Material sperrte. Hier stand, – sauber aufgelistet – dass seit Stunden eine Reihe von Materialien von einem bestimmten User gesperrt wurden. Hmmm … dachte ich mir, konnte ich dieser Aussage trauen, denn User sperren nicht Stunden lang Stammdaten. Mein Misstrauen rührte auch aus meiner Erfahrung, dass unter bestimmten Bedingungen Sperren „hängen“ bleiben und nicht sauber gelöst wurden. Also rief ich zunächst die Transaktion SM04 auf, um nachzuschauen, ob ich der User überhaupt angemeldet war – und siehe da, der User war gar nicht angemeldet! Doch wenige Sekunden später fiel es mir wie Schuppen von den Augen … ohh Mann, dachte ich mir, ich fiel wieder auf die beschränkte Sicht der SM04 rein!

Denn neben der SM04 gibt es auch die AL08, und zwischen diesen beiden SAP-Transaktionen gibt es einen entscheidenden Unterschied:

 

# SM04 –  Liste der Benutzer innerhalb einer bestimmten Instanz (Server, Maschine, …)

# AL08 – Systemweite Liste der Benutzer (über alle Instanzen)

 

Als ich daraufhin die AL08 startete, fand ich den gesuchten User.

 

Was man zu SM04 und AL08 noch wissen sollte

#1 Wenn man sich im SAP-System anmeldet hat man keinen Einfluss, auf welcher Instanz man angemeldet wird. Durch optimierte Lastverteilung wird die Instanz automatisch bestimmt. Nach der Anmeldung kann die eigene Instanz mit der Transaktion SM51 wechseln. Übrigens … auf welcher Instanz man sich im SAP befindet, wird im SAP-GUI unten rechts angezeigt.

 

#2  Zwischen der SM04 und AL08 kann man hin und her wechseln

## SM04 -> AL08: Innerhalb der SM04 links oben in der Icon-Leiste auf den Button „Systemweite Liste“ („Berge“) klicken

## AL08 -> SM04: Innerhalb der AL08 links oben in der Icon-Leiste auf den Button „Auf Server wechseln“ („Blitz“) klicken.

 

#3 Sowohl in der AL08 als auch in der SM04 wird in der Spalte „Anwendung“, die letzte Transaktion dargestellt, die der User aufgerufen hat. Wenn man sich alle Transaktion/Sessions eines User anzeigen lassen will, geht das nur über die SM04: User markieren und auf den Button „Session“ klicken – zu beachten: Hier werden aber nur die Sessions innerhalb der aktuellen Instanz dargestellt.

 

#4 Zum Schluss noch … vielfach erliegt man im Testsystem dem Trugschluss, dass die SM04 und AL08 das gleiche Ergebnis liefern, da Testsysteme meistens nur eine Instanz besitzen.

 

cu, Isa.