Bastele dir deine eigene Transaktion für SM30-Pflegen.

Falls du mal vor der Aufgabe stehen solltest für einen speziellen Pflegeview, der normalerweise per SM30 aufgerufen wird, eine eigene Transaktion anlegen zu müssen, dann kannst du dies mit folgenden wenigen Klicks zaubern – entscheidend ist hierbei, dass du die Berechtigung hast:

# Im folgenden Beispiel wollen die Z-Transaktion Z_ABSAGE_GRUENDE für den Pflegeview V_TVAG anlegen:

 

#1 Starte die Transaktion SE93, gebe in das Feld Transaktion „Z_ABSAGE_GRUENDE“ ein und klicke auf Anlegen.

 

#2 Im folgenden Fenster gibt es einen sinnvollen Kurztext für die Transaktion ein, selektierst die Option „Transaktion mit Parametern (Parametertransaktion)“ und bestätigst deine Eingaben per Enter.

#3 Nun folgen die Details zur neuen Transaktion

##3.1 Im Bereich „Vorschlagswert für“ gibt du in das Feld Transaktion SM30 ein und aktivierst das Feld „Einstiegsbild überspringen

##3.2 Im Bereich „Vorschlagswerte“ sind die Eingaben zu machen:

###3.2.1 Name des Dynprofeldes = VIEWNAME / Wert = V_TVAG

###3.2.2 Name des Dynprofeldes = UPDATE / Wert = X

 

#4 Abschließend die neue Transaktion sichern und fertig.

 

cu, Isa.

 

2 IDocs vergleichen einfach gemacht.

Auch wenn die Transaktion WE19 als Testtransaktion gekennzeichnet ist, so habe ich doch wenige Projekte erlebt, bei denen die WE19 in einer Produktivumgebung nicht genutzt wurde – leider geht es vielfach nicht anders ;-(

Die WE19 bietet ja auch durch ihre intuitive und übersichtliche Bedienung und ihren Möglichkeiten Segment einfach anzufügen und bearbeiten, viele Funktionen, die man sonst nicht zur Verfügung hat. Doch es gibt bei der WE19 einen kleinen Nachteil:

 

# Konkrete Änderungen werden nicht dokumentiert, d.h. es wird dokumentiert, dass das neue IDoc von User XY per WE19 angelegt wurde, aber es wird nicht dokumentiert, was verändert wurde.

# Wenn man nun herausfinden, was per WE19 verändert wurde, kann man einfach folgenden WLF_IDOC-Feature verwendet: Vergleiche einfach 2 IDocs.

 

Konkret kannst du ein Daten von 2 IDocs wie folgt vergleichen:

# Suche dir 2 IDocnummern heraus; am besten ein Orginal-IDoc und ein zweiten, das basierend auf dem Orginal per WE19 erzeugt wurde.

# Ruf die Transaktion WLF_IDOC auf und selektiere die beiden IDocs – hier musste du auf die richtige Selektion des Erstellungsdatums achten

# Führ‘ die Selektion aus …

# Jetzt musst bei IDocs selektieren (links auf die Rechtecke mit gedrücktem STRG klicken) und auf den Vergleich-Button klicken:

 

# Im folgenden Bild werden dir die Ergebnisse des Vergleichs dargestellt

 

# Bei den Segment, die mit grün gekennzeichnet sind, sind keine Differenzen vorhanden

# Gelb gekennzeichnete Segmente besitzen haben eine Differenz; was der die konkrete Differenz ist, kann im rechten Fenster sehen, wenn man links auf die gelben Zeilen klickt.

 

cu, Isa.

Do-It-Yourself: SAP-Wörter in Excel.

Kennst du Situation auch … du sitzt an einem englischen Konzept, musst eine kurze Mail zu einem Thema auf französisch schreiben oder musst geschwind auf Skype einem Kollegen auf spanisch antworten; doch bei aller Anstrengungen will dir nicht nicht einfallen, was Kostenstelle auf englisch heißt, wie Versandstelle auf französisch genannt wird oder die Spanier die Versandbedingung bezeichnen. Natürlich könntest du das schnell mit der Transaktion STERM in SAP nachschauen – doch du scheust den Aufwand mit 26 Schritt ins System einzuloggen.

Hier kann es hilfreich sein, wenn du Excel-Übersetzungsdatei für SAP-Begriffe auf deinem Desktop hättest … uns so kannst du Datei einfach erstellen:

 

# Ruf per SE16N die Tabelle GLOSSARY1 auf

# Markiere folgende Felder für die Ausgabe

## Glossar ID (GUID_GLOS)

## Sprachenschlüssel (LANGU)

## Termeintrag (TERM)

# Gib im Feld Sprachenschlüssel als Selektion DE und EN ein (wir wollen ein Deutsch-Englisch-Übersetzung haben)

# Lösche das Feld „Maximale Trefferanzahl“ und führ die Selektion aus (F8)

 

# Anschließend lädt du das Ergebnis in Excel runter

 

# Nun in Excel die Datei nach … sortieren:

## Glossar ID

## Sprache

 

Damit hast du eine praktikable Datei, wo die SAP-Begriffe ind DE und EN untereinander aufgeführt sind.

 

cu, Isa.

 

Diese Entwicklungs-Pakete hat SAP vorgesehen.

In dem Beitrag „TADIR – Die einzige Tabelle, die man im SAP kennen sollte“ hatte ich vorgestellt, wie man effektiv mit der Tabelle TADIR Tabellen, Transaktionen und vieles mehr im SAP-System ermitteln kann. Dabei ist von zentraler Bedeutung die Pakete zu verstehen, in denen die Objekte klassifiziert/gruppiert sind.

Wenn du dir nun einen Überblick über die verfügbaren Pakete machen willst, kannst du einfach die Tabelle TDEVC bzw. TDEVCT nutzen, in der alle Pakate mit Kurzbeschreibung abgelegt sind:

 

 

 

cu, Isa.

Warum man die RV80HGEN nicht vergessen sollte.

Kennst du die Transaktion VOFM – Konfiguration Bedingungen, Formeln? Wenn du dir mal einen Überblick die Kopierroutinen, Bedingungen, Datenüberübernahmeroutinen im Bereich SD machen willst, dann schau sie dir unbedingt mal an. Die VOFM macht deutlich, dass die SD Standardkonfigarution nicht nur aus Einstellung von Tabellen (Customizing) besteht, sondern vielfach auch ABAP-Kenntnisse mehr als hilfreich sind.

Doch nun konkret zu unserem Thema … wenn du mal vor der Bredouille steht, dass eine neue, mühsam erstellte und ausführlich getestete Routine, im produktiv gar nicht funktioniert, dann wird höchstwahrscheinlich daran liegen, dass sie im Zielsystem nicht generiert wurde. Um die Routine im Zielsystem zu generieren, musst du einfach das folgende Programm RV80HGEN per SE38 ausführen und damit werden alle Routinen generiert.

Wenn du nicht nach jedem Transport, bei dem ein Ausführen der RV80HGEN relevant wird, daran denken willst diese auszuführen, dann kannst du folgendes machen:

# Füge zum relevanten Transport einfach noch eine Aufgabe hinzu mit folgenden Daten:

## Programm-ID: R3TR
## Objekttyp: XPRA
## Objektname: RV80HGEN

 

 

Der Objekttyp XPRA führt dazu, dass das Programm RV80HGEN direkt nach dem Import ausgeführt und somit die Routinen aktiviert werden.

 

cu, Isa.

 

 

 

 

Ist der User gesperrt – schau einfach nach.

Vor einigen Jahren hatte ich eine Schleife im meinem Berufsleben gemacht und kehrte nach einer Abstinenzzeit zu meinem Lieblingskunden zurück, um dort ein neues Projekt anzugehen. Zum neuen Einsatz hatte die Systemadmins mir einen neuen User gegeben, so dass ich meinen alten User nicht nutzen konnte. An dem alten User war ich aber interessiert, da ich nachschauen wollte, welche Customizingaufträge oder Testbelege ich damals verwendet hatte.

Bei der Recherche nach meinem alten User – an den ich mich nicht erinnern konnte – stieß ich auf folgende interessante Tabelle, die einige Infos zu meinem alten User bereit hielt: USR02 – Anmeldedaten.

 

 

Als ich mir die Tabelle mal genauer anschaute, fand ich recht interessante Infos zu dieser Tabelle, die jeden Datenschutzbeauftragten den Kopf schütteln lassen müsste:

 

# Wann und um welche Zeit war die letzte Anmeldung

# Ist der User gesperrt und warum (gesperrt wegen Falschanmeldung, …)

# Wie viele Falschanmeldungen sind aktuell aufgelaufen

# Wann wurde das Kennwort zuletzt geändert

# …

 

cu, Isa.

 

WE02 – ein kleines Icon eröffnet dir eine andere Welt

Wenn ich bei der Analyse von IDocs eine Funktion hervorheben sollte, dann wäre vermutlich der kleiner Button „Liste spezielles Segment“ innerhalb der WE02:

 

IDocs haben die Eigenschaft, dass sie recht komplexe Datenstrukturen sind. Dementsprechend ist das Lesen, Analysieren und Verstehen von IDocs nicht wirklich handlich. Wenn dann noch dazu kommt, dass man es nicht nur mit einem IDoc, sondern mit einer ellenlangen Liste zu tun hat, dann mutiert das Thema schnell zu einer aufgewachsenen Herausforderung – und genau hier kann dir die Funktion „Liste spezielles Segment“ vielfach aus der Patsche helfen.

Hier ein kleines Beispiel: Du hast eine Liste von ORDERS-IDocs, die nicht verarbeitet wurden. Jetzt bittest du deinen Dienstleister den Fehler zu korrigieren und die IDocs erneut zu versenden. Hierzu ist es hilfreich, wenn du dem Dienstleister die Belegnummern zu Verfügung stellst, damit er gezielt diese Belege erneut versendet. Aus den fehlerhaften IDocs hast du ermittelt, dass die Belegnummer des Dienstleisters im Feld BELNR innerhalb des Segments E1EDK01 enthalten ist. Jetzt kannst du in jedes fehlerhafte IDoc reinklicken und die Belegnummer kopieren und viel eleganter: Du nutzt die Funktion „Liste spezielles Segment“ – und so gehts:

 

#1 Fehlerhafter ORDERS-IDocs per WE02 selektieren

#2 Fehlerhafte IDocs links in der Baumstruktur einschränken – in unserem Beispiel: Eingangs-IDocs mit Status 51

#3 Jetzt auf den Button „Liste spezielles Segment“ klicken, das Segment E1EDK01 eingeben und mit Enter bestätigen

 

#4 Et voila … nun werden dir das Belegnummer zu den fehlerhaften IDocs übersichtlich in einer Liste dargestellt

 

cu, Isa.

IDoc zu XML – in wenigen Schritten

Man konnte förmlich schon den roten Kopf des Kunden aus der Telefonleitung hören, als er sich mit angestrengt ruhiger Stimme erneut beschwerte: „Nein, und wieder nein … wir senden Ihnen die Daten korrekt!“ Seit Tagen musst sich Jacques mit dem Kunden auseinandersetzen und versuchte den Fehler in der IDoc-Schnittstelle zu klären. Aus Jacques‘ Sicht war der Fehler banal: Die EAN wurde im IDoc im falschen Feld übermittelt. Doch so sehr sich Jacques anstrengte, der Kunde wollte oder konnte ihn nicht verstehen. Doch dann hatte der Kunde die entscheidende Idee und sagte: „Schicken Sie mir doch einfach den Datensatz per Mail – wie Sie ihn empfangen haben – dann schauen wir ihn uns mal an.“

So sehr die Idee gut war, stand Jacques etwas verloren vor den aufgelegten Telefonhörer und fragte sich, wie er das IDoc per Mail senden sollte. Ein Auszug per Tabelle EDID4 oder per WE19 waren nicht wirklich sinnvoll. Und auch der Auszug des IDocs per Druckfunktion aus der WE02 würde nicht das Gelbe vom Ei sein … doch was super wäre: XML!

 

Doch wie erstellt man aus einem IDoc eine XML-Datei – nichts einfacher als das:

 

#1 Ermittle die Nummer des IDocs, das ins XML-Format konvertiert werden soll (WE02, BD87, …)

#2 Ruf die Transaktion SE37 auf und gib den Funktionsbaustein IDOC_XML_TRANSFORM ein (ausführen per F8)

#3 Im nächsten Screen im Feld DOCNUM die IDoc-Nummer eingeben und ausführen (F8)

#4 Y eso es todo … die IDoc-Daten werden im XML-Format dargestellt 😉

#5 Jetzt einfach alles markieren, kopieren und und in einen Editor einfügen und sichern.

 

cu, Isa.

 

 

TADIR – Die einzige Tabelle, die man in SAP kennen sollte.

Im SAP gibt es die Tabelle TADIR, die mit dem unspektakulären Namen „Katalog der Repository-Objekte“ daherkommt – doch diese Tabelle hat es in sich. In dieser Tabelle sind alles Transaktionen, Tabellen, IDocs, Felder, Programme und vieles mehr abgelegt. Doch natürlich ist es zunächst keine große Leistung, dass diese Objekte in der TADIR enthalten, denn man kann Transaktionen (TSTC), Tabellen (DD02L), IDocs (EDMSG), etc. auch in anderen Tabellen nachschauen.

Doch die TADIR bietet den Vorteil, dass die enthaltenen Objekte gruppiert bzw. kategorisiert sind. Somit kann man einfach über den Tellerrand schauen und zusammenhänge Tabellen oder Transaktionen ermitteln. Im folgenden ein kleines Beispiel:

# Du nutzt die Customizing-Transaktion VOV8 „Pflege der Auftragsarten“

# Jetzt willst du ermitteln, welche weiteren Transaktionen zur VOV8 gehören

 

Hier kurz das Vorgehen skizziert wie kann die TADIR effektiv nutzt:

# Ruf die Tabelle TADIR per SE16N an

# Gib in das Feld Objektname VOV8 ein und führ die Selektion aus

# Jetzt kopiere folgende Daten auf den selektierten Eintrag heraus

## Objekttyp (hier TRAN)

## Pakte (hier VA0C)

# Jetzt gehe zurück zum Selektionsscreen und selektiere nur nach den Objekttyp=TRAN und Paket=VA0C

# Nun sieht du alle Transaktionen, die mit der VOV8 zusammenhängen

 

Dieses Vorgehen kannst du mit Transaktionen, Tabellen, IDocs und vielen weiteren Objekten durchführen.

* Bei der Selektion von Tabellen muss man darauf achten, dass man mit dem Obejekttyp TABL auch Strukturen selektiert

 

cu, Isa.

 

 

 

 

5 Gründe warum jeder SAP-Berater einen Blog schreiben sollte.

Geschafft … das ist mein 100. Beitrag in diesem Blog. Meinen ersten Beitrag hatte ich am 27.05.2015 veröffentlicht – Der ultimative SD-Überblick anhand von 23 Funktionen. Damals war die Idee des Blogs eine Dokumentation von interessanten Tipps und Tricks zum Thema SAP-Beratung zusammenzustellen – und die Zielgruppe war ich selber, d.h. es sollte zunächst nur einen Doku für mich sein. Doch mit der Zeit bemerkte ich, dass (dank Google) immer mehr Leser auf meinen Blog zugriffen und ich entschied mich regelmäßig einen Beitrag zu verfassen – also habe ich ab 2018 anfangen jede Woche einen Beitrag zu schreiben – und nun sind es tatsächlich 100 geworden.

In dieser zeit habe ich wirklich sehr viel gelernt, und kann jedem nur empfehlen auch einen Blog zu schreiben – Themen gibt es ja genug. Im folgenden habe ich die wichtigsten Aspekte mal zusammengestellt, warum jeder SAP-Berater einen Blog schreiben sollte:

 

1.) Du lernst interessante Menschen kennen

Seit dem ich meinen Blog schreibe, werde ich von sehr vielen Kollegen angeschrieben – leider kann ich nicht immer direkt zurückschreiben. Aus diesen Kontakten hat sich mit der Zeit ein kleines aber feines Netzwerk ergeben, auf das ich immer wieder gerne zurückgreife.

 

2.) Du bist top informiert, welche Entwicklungen sich im Bereich SAP ergeben

Seitdem ich diesen Blog schreibe, halte ich meinen Augen und Ohren doppelt so weit auf, um neue Features, Funktionen oder Themen im SAP-Bereich erfahren. Es ist einfach ein Stück der Jäger in mir geweckt, da ich möglichst über interessante Themen berichten will. Und dieses hilft mir auch in meiner täglichen Arbeit weiter, da ich beim Kunden immer wieder mit neuen Themen auftrumpfen kann.

 

3.) Du lernst das SAP-System immer besser kennen

Vielfach schreibe ich über Funktionen/Themen, mit denen seit Jahren arbeite – bspw. Nachrichtenfindung. Hierbei ist mir aufgefallen, dass ich bei der Recherche zu solchen Themen immer wieder neue Features entdecke, die mir bis dahin nie aufgefallen waren. Diesen Aspekt des Blog-Schreibens finde ich für meine tägliche Arbeit am besten, da ich immer wieder Features zu Funktionen entdecke – und das hilft in der Praxis wirklich.

 

4.) Du wirst immer besser im Schreiben und Präsentieren

Ich kenne leider keinen SAP-Berater, der wirklich gerne dokumentiert – und ich gehöre dazu. Aber wir wissen alle, wie wichtig Dokumentation sein kann – gerade wenn sie fehlt. Das Schreiben des Blogs hat mir eine enorme Entwicklung in meinen Dokumentation-Skills gebracht – dies bedeutet nicht, dass ich mittlerweile gerne dokumentiere, aber es fällt mir viel leichter.

 

5.) Du hast einen kleinen Bonus in neuen Projekten

Leider hatte ich bis jetzt nicht das Glück, dass ich wegen meines Blogs einen Projektangebot bekommen habe. Auch wenn mein Blog aktuell ca. 50.000 Zugriffe im Monat hat, ist wohl die Bekanntheit für direkte Projektanfragen noch zu gering. Doch habe ich  in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass der Blog neben meinem obligatorischen CV immer einen Plus bei der Vorstellung meiner Person in neuen Projekten bedeutet.

 

cu, Isa.

 

P.S.: Neben diesem Blog arbeite ich aktuell parallel an einem kleinen Nachschlagewerk, in dem ich die Themen aus dem Blog als Printversion anbieten will. Ich weiß nicht wann es fertig sein wird. Aber sobald es eine Version gibt, werde ich ich euch hier informieren.