65 wichtige SD-Tabellen, die rocken.

Muss man einen Schraubenzieher haben, um ein Auto fahren zu können? Muss man fliegen können, um in Richtung Australien abzuheben? Muss man programmieren können, um Excel nutzen zu können? Auf alle Fragen ist die Antwort ein klares Nein. Doch der Mechaniker deines Vertrauens sollte schon ein Schraubenzieher benutzen können, der Pilot, der dich nach Australien fliegt, sollte auch sein Handwerkszeug beherrschen und letztlich bietet Excel vielen Funktionen, ohne dass man VBA beherrscht.

Im SAP-Bereich verhält sich genauso mit Datenbanktabellen; der User, der tagtäglich seine Arbeit im System erledigt, muss keine einzige Tabelle kennen. Aber als versierter Berater ist es unumgänglich die Tabellen zu kennen, in denen das SAP-System die Daten vorhält.

Im Folgenden habe ich eine Reihe von SD-Tabellen zusammengestellt, die ein SD-Berater kennen sollte. Im Detail wurden die Tabellen in 3 Blöcke gegliedert:

# Bewegungsdaten-Tabellen

# Stammdaten-Tabellen

# Customizingdaten-Tabellen

 

Im Bereich der Bewegungsdaten gibt es noch folgenden Sondertabellen:

# Statische Indextabelle

# Dynamische Indextabelle

 

Statische Indextabellen sind von SAP vorgesehen, um performant bestimmte Daten zu ermitteln – bspw. die Tabelle VAKPA: Basierend auf dieser Tabelle kann man zügig Aufträge zu einem bestimmten Kunden ermitteln. Ich nenne diese Tabellen statisch, da sich die Anzahl der Einträge in der Tabelle mit dem Prozessfortschritt nicht verändert. Unten in der Liste wurden statische Indextabellen mit einem SI gekennzeichnet.

 

Dynamische Indextabellen sind im Grunde auch dafür vorgesehen, um performant auf Daten zuzugreifen. Doch im Gegensatz zu statischen Indextabellen werden die Einträge in diesen Tabellen mit dem Prozessfortschritt aktualisiert. Bspw. die Tabelle VEPVG: In dieser Index-Tabelle sind Aufträge enthalten, die noch zu beliefern sind. Doch sobald sie beliefert wurden, werden die Aufträge aus dieser Tabelle automatisch entfernt. In der Liste habe ich diese Tabellen mit einem DI gekennzeichnet.

 

SD-Tabellen zu Bewegungsdaten

#1 VBAK – Verkaufsbeleg: Kopfdaten

Die VBAK ist die zentrale Tabelle für Kundenaufträge; sie enthält die Kopfdaten des Kundenauftrags, wie Auftragsnummer, Kunde, Auftragsart, Kalkulationsschema oder Versandbedingung.

#2 VBAP – Verkaufsbeleg: Positionsdaten

Die Tabelle VBAP enthält die Positionsdaten eines Kundenauftrags; bspw. Auftrags- / Positionsnummer, Material, Menge, Auslieferwerk oder Versandstelle.

#3 VBEP – Verkaufsbeleg: Einteilungsdaten

In der VBEP sind die Einteilungen einer Kundenauftragsposition enthalten. In dieser Tabelle sind zu den Einteilungen die detaillierten Terminierungsdaten (Lieferdatum, …) enthalten.

#4 VBKD – Verkaufsbeleg: Kaufmännische Daten

In dieser Tabelle sind die Kaufmännischen Daten (Incoterm, Zahlungsbedingungen, …) zu einem Kundenauftrag enthalten. In dieser Tabelle werden sowohl die Kopf- als auch die Positionsdaten abgelegt.

#5 VAKPA – Vertriebsindex: Aufträge zu Partnerrollen (SI)

Die Tabelle ist eine Index-Tabelle und ist für die schnelle Suche nach Kundenaufträgen nach ausgewählten Feldern des Kundenauftragskopfs vorgesehen; wenn du bspw. Kundenaufträge zu einem bestimmten Kunden suchst, ist diese Tabelle top.

#6 VAPMA – Vertriebsindex: Auftragspositionen zu Material (SI)

Mit dieser Index-Tabelle kann man optimierte Kundenaufträge für Positionsdaten suchen; bspw. „gib mir alle Aufträge zu einem bestimmten Material“ – Ruckzuck hat man ein Ergebnis.

#7 VEPVG – Versandfälligkeitsindex (DI)

Die VEPVG ist eine dynamische Indextabelle und alle Kundenaufträge, die noch beliefert werden müssen. Sobald der Auftrag beliefert wurde, wird er aus dieser Tabelle gelöscht.

#8 KONV – Konditionen (Vorgangsdaten)

In dieser Tabelle werden alle Konditionsdetails (Preise) zu einem Kundenauftrag abgelegt. Die Verbindung (Join) zwischen der VBAK und der KONV erfolgt über das Feld KNUMV.

#9 VBBE – Vertriebsbedarfseinzelsätze (DI)

In dieser Tabelle sind, wenn die Verfügbarkeitsprüfung aktiviert ist, die Kundenauftragsbedarfe pro Einzelsatz (positionsweise) abgelegt.

#10 VBBS – Vertriebsbedarfssummensatz (DI)

In der VBBS sind, wenn die Verfügbarkeitsprüfung aktiviert ist, die Kundenauftragsbedarfe als Summensatz abgelegt.

#11 LIKP – Vertriebsbeleg: Lieferung: Kopfdaten

Die LIKP enthält die Kopfdaten der Auslieferung  – im Detail sind es bspw. folgende Daten:  Liefernummer, Lieferart, Versandstelle, Kunde, etc.

#12 LIPS – Vertriebsbeleg: Lieferung: Positionsdaten

In der LIPS sind die Positionsdaten zu einer Auslieferung enthalten; bspw. Lieferung, Positionsnummer, Material, Liefermenge, Charge, …

#13 VLKPA – Vertriebsindex: Lieferungen zu Partnerrollen (SI)

Die Tabelle ist eine Index-Tabelle für Kopfdaten der Lieferung. Mit ihr kann man per SE16 zügig Lieferung bspw. zu einem Kunden ermitteln.

#14 VLPMA – Vertriebsindex: Lieferungspositionen zu Material (SI)

Die Index-Tabelle VLPMA bietet einen performanten Zugriff auf ausgewählte Positionsdaten einer Lieferung; bspw. kann man über alle Lieferungen ermitteln in welchen Lieferungen ein bestimmtes Material enthalten ist.

#15 SHP_IDX_GDSI – Auslieferungen: noch nicht Warenausgang gebucht (DI)

Die SHP_IDX_GDSI ist eine dynamische Indextabelle in der alle Lieferungen enthalten sind, die noch nicht WA gebucht wurde.

#16 SHP_IDX_PICK – Auslieferungen: noch nicht kommissioniert (DI)

In der dynamischen Indextabelle SHP_IDX_PICK sind alle Lieferungen enthalten, die noch zu kommissionieren sind.

#17 VBRK – Faktura: Kopfdaten

Die VBRK ist die zentrale Tabelle für die Fakturen im SD-Modul. Sie enthält die Kopfdaten der Faktura: Fakturanummer, Zahlungsbedingung, Regulierer, Fakturaart, …

#18 VBRP – Faktura: Positionsdaten

In der VBRP sind die Positionsdaten zu einer Lieferung enthalten: Fakturanummer, Positionsnummer, Material, Fakturamenge, …

#19 VRKPA – Vertriebsindex: Fakturen zu Partnerrollen (SI)

Mittels dieser Index-Tabelle können Fakturen basierend auf Kopfdaten performant selektiert werden.

#20 VRPMA – Vertriebsindex: Fakturapositionen zu Material (SI)

Als Pendant zur vorherigen Tabelle bietet die VRPMA die Möglichkeit schnell Fakturen per Material zu suchen.

#21 VTTK – Transportkopf

Die Tabelle VTTK enthält die Kopfdaten des LES-Transportbeleges; sie enthält unter anderem folgende Daten: Transportnummer, Transportart, Transportdispostelle, …

#22 VTTP – Transportposition

In dieser Tabelle sind die Auslieferungen enthalten, die zu einem Transportbeleg zugeordnet sind; damit bilden die Lieferungen die Positionen eines Transportbeleges.

#23 VTTS – Transportabschnitt

In dieser Tabelle sind die einzelnen Abschnitte eines Transports abgelegt. Die Abschnitt sind bspw.: Startpunkt, einzelne Haltepunkte (Kunden) und der Endpunkt.

#24 VTRDI – Transportdispositionsindex (DI)

Die VTRDI ist eine Index-Tabelle, mit der performant ermittelt werden kann, wie der Transportdispo-Status der Lieferungen ist.

#25 VEKP – Handling Unit Kopftabelle

Diese Tabelle ist die Kopftabelle für Hus (Handling Units). Sie enthält unter anderem folgende Daten: HU-Nummer, SSCC-Nummer, Anlagedatum, HU-Typ, Zuordnung der HU (Auslieferung, …), etc.

#26 VEPO – Verpacken: Handling Unit Position (Inhalt)

Die VEPO enthält die Positionsdaten einer HU – konkret bedeutet dies: Welche Materialien und in welcher Menge ist in der HU enthalten.

#27 VEVW – Verwendungsnachweis für Handling Units

In dieser Tabelle ist abgelegt, zu welchem Objekt (Auslieferung, Anlieferung, Transport, …) die HU zugeordnet ist.

#28 VBPA – Vertriebsbeleg: Partner

In der VBPA sind die verschiedenen Partner zu einem Vertriebsbeleg abgelegt. Bspw. wird in dieser Tabelle der Auftraggeber (AG), Warenempfänger (WE), Rechnungsempfänger (RE) und der Regulierer (RG) zu einem Kundenauftrag gespeichert.

#29 NAST – Nachrichtenstatus

In der Tabelle NAST werden alle Nachrichten, die aus SAP-Belegen erzeugt wurden, gespeichert. Bspw. sind hier alle Rechnungsnachrichten zu Fakturen abgelegt: Zu welcher Faktura, wann angelegt, wann prozessiert, …

#30 VETVG – Versandfälligkeitsindex für Umlagerung

In dieser dynamischen Index-Tabelle sind alle Umlagerungsbestellungen abgelegt, die noch zu beliefern sind.

#31 EDIDC – Kontrollsatz (IDoc)

Die EDIDC ist die Kopf-Tabelle für IDocs. Hier sind unter anderem folgende Daten abgelegt: IDoc-Nummer, Anlagedatum, Änderungsdatum, Nachrichtentyp, Verarbeitungsstatus.

#32 EDIDS – Statussatz (IDoc)

Die EDIDS enthält die Statussätze der IDocs; hierbei wird zu jedem Status ein detaillierter Status (verarbeitet, wartet, fehlerhaft, angelegt, …) in diese Tabelle geschrieben.

#33 EDID4 – IDoc-Datensätze

Die Tabelle EDID4 enthält alle Inhalte der IDocs. Hierbei ist zu beachten, dass die Daten nicht strukturiert in einzelne Felder gespeichert sind, sondern alle Daten eines Segments hintereinander in einem 1000-Zeichen großen String abgelegt sind.

 

SD-Tabellen zu Stammdaten

#34 KNA1 – Kundenstamm (allgemeiner Teil)

Die KNA1 ist zentrale Kundenstamm-Tabelle. Hier sind pro Kunde bspw. folgende Daten abgelegt: Kundennummer; Kundenname, Adressdaten, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, …

#35 KNVV – Kundenstamm Vertriebsdaten

Die Tabelle KNVV enthält vertriebsspezifische Daten zum Kunden; bspw.: Zuordnung zum Vertriebsbereich (VKOrg, VTWeg, Sparte), Vorschlagsversandbedingung, Vorschlagsauslieferwerk, …

#36 KNVP – Kundenstamm Partnerrollen

In der Tabelle KNVP sind die unterschiedlichen Partnerrollen je Vertriebsbereich abgelegt, die dem Kunden zugeordnet sind.

#37 MARA – Allgemeine Materialdaten

Die MARA ist die zentrale Materialstammdaten-Tabelle; in dieser Tabelle sind unter anderem folgende Daten enthalten: Materialnummer, Materialart, Pflegestatus, Positionstypengruppe, …

#38 MARC – Betriebsdaten zum Material

Die Tabelle MARC enthält zu den Materialien die werksspezifischen Daten; damit enthält die Tabelle pro Werk, für das es gepflegt wurde, genau einen Eintrag mit folgenden Daten: Bspw.: Dispomerkmal, Einkäufergruppe, Ladegruppe, …

#39 MVKE – Verkaufsdaten zum Material

In der MVKE sind die vertriebsspezifischen Daten zu einem Material abgelegt, bspw. zugeordneter Vertriebsbereich, Preismaterial, Verkaufsmengeneinheit, …

#40 MARD – Lagerortdaten zum Material

Die MARD enthält die Lagerortdaten zu einem Material; damit wird für jede Kombination an Material-Werk-Lagerort ein Eintrag in diese Tabelle angelegt.

#41 MAKT – Materialkurztexte

Die MAKT enthält die Texte zu den Materialien; hier wird pro Material und Sprache ein Satz in diese Tabelle abgelegt.

 

SD-Tabellen zu Customizingdaten

#42 TVAK – Auftragsarten

In der TVAK werden die Customizingeinstellungen pro Auftragsart abgelegt; bspw.: Nummernkreis, Partnerschema, Textschema, Nachrichtenschema, …

#43 TVAU – Auftragsgründe

In der Tabelle TVAU werden die möglichen Auftragsgründe abgelegt, die zu einem Auftrag erfasst werden können.

#44 TVAKZ – Zuordnung Vertriebsbereich zu Auftragsarten

In dieser Tabelle werden die Auftragsarten zu Vertriebsbereichen zugeordnet. Wenn in dieser Tabelle keine Zuordnung vorhanden ist, sind alle Auftragsarten für alle Vertriebsbereiche gültig.

#45 TVAP – Auftragspositionstypen definieren

In der TVAP sind die Customizingeinstellungen für die Positionstypen eines Kundenauftrags abgelegt. Unter anderem steuert die Tabelle die Fakturarelevanz, das Unvollständigkeitsschema, …

#46 T184 – Positionstypenfindung Auftrag

In dieser Tabelle ist die Positionstypenfindung für den Kundenauftrag abgelegt, d.h. die Einstellungen dieser Tabelle bestimmen, welcher Positionstyp abhängig von verschiedenen Kriterien ermittelt wird.

#47 TVCPA – Kopiersteuerung Auftrag

In der Tabelle TVCPA sind die Details der Kopiersteuerung für Aufträge abgelegt; im Detail: Kopierroutinen, Datenübernahmeroutinen, …

#48 TVAG – Absagegründe

In der TVAG sind die möglichen Absagegründe für Kundenaufträge abgelegt.

#49 TVEP – Einteilungstypen definieren

In der TVEP sind die Einstellungen pro Einteilungstyp abgelegt – unter anderem ist in dieser Tabelle die Bewegungsart abgelegt, mit der Warenausgang gebucht wird.

#50 TVEPZ – Einteilungstypen zuordnen

In der TVEPZ  wird die Einteilungstypenzuordnung pro Positionstyp und Dispomerkmal des Materials abgelegt.

#51 TVCPL – Kopiersteuerung Lieferung

Die TVCPL enthält die Details zur Kopiersteuerung von Auslieferungen.

#52 TVLK – Lieferarten

Die TVLK enthält die Customizingeinstellungen der Lieferarten im System; im Detail sind folgende Daten in der Tabelle vorgesehen: Nummernkreis, Bildfolgegruppe, Nachrichtenschema, …

#53 TVLP – Positionstypen Lieferung

In der Tabelle TVLP sind die Detaileinstellungen zur Steuerung der Lieferpositionstypen abgelegt.

#54 T184L – Positionstypenfindung Lieferung

Die Tabelle T184L ist das Pendant zur Auftragstabelle T184 und steuert die Positionstypenfindung in der Lieferung.

#55 TVFK – Fakturaarten

In der TVFK sind die Einstellungen für die Fakturaarten abgelegt. Im Detail sind folgende Daten in dieser Tabelle enthalten: Fakturaart, Nummernkreis, Kalkulationsschema, Nachrichtenschema, …

#56 TVCPF – Kopiersteuerung Faktura

Die TVCPF enthält die Steuerung der Kopiersteuerung für Fakturen.

#57 TVTY – Definition Packmittelarten

In der TVTY sind die Einstellungen für Packmittelarten (HU) abgelegt.

#58 T685B – Definition Nachrichtenarten

In der T685B sind die Einstellungen für die Nachrichtenarten abgelegt; unter anderem sind hier Daten wie Versandzeitpunkt und Sendemedium abgelegt.

#59 TNAPR – Zuordnung Verarbeitungsprogramme zu Nachrichtenarten

In der Tabelle TNAPR sind für Nachrichtenarten abhängig vom Sendemedium die unterschiedlichen Verarbeitungsprogramme zugeordnet.

#60 TVKO – Verkaufsorganisation definieren

In der TVKO werden die Verkaufsorganisationen definiert. Die Verkaufsorganisation ist das nach dem Buchungkreis das wichtigste Organisatorische Einheit im SD.

#61 TVSB – Versandbedingungen

In der TVSB sind die Versandbedingungen definiert. Die Versandbedingungen werden je Auftragsart oder Kunde zugeordnet und beeinflussen neben der Versandstellenfindung auch die Routenfindung im Auftrag.

#62 TVST – Versandstelle

In dieser Tabelle sind die Versandstellen definiert.

#63 TVSTZ – Versandstellenfindung

Die TVSTZ ist die Zuordnung der Versandstellen und wird für die Versandstellenfindung im Kundenauftrag genutzt.

#64 TVRO – Routendefinition

In der TVRO sind die Definitionen der Routen (Transitdauer, Kalender Spediteur, …) abgelegt.

#65 TROLZ – Routen: Ermittlung in Lieferungen

Die Tabelle TROLZ wird zur Ermittlung der Route herangezogen.

 

…Übrigens findet ihr alle Beiträge im Buch „SAP Helden“ kompakt zusammengefasst.

Für SAP-Insider: In wenigen Minuten Pivot-Tabellen meistern.

In Excel gibt es genau 2 Funktionen, die dir in der täglichen Arbeit enorm helfen: Zum einen ist dies der SVERWEIS und als zweites Pivot-Tabellen. Das Thema SVERWEIS hatte ich schon in diesem Beitrag vorgestellt. Nun würde ich Pivot-Tabellen in Excel vorstellen.

Pivot-Tabellen sind im Grunde ganz einfach: Die Daten in einer Excel-Tabelle werden in Pivot-Tabellen gruppiert und verdichtet dargestellt; das ist es – nicht mehr und nicht weniger. Am folgenden Bespiel will ich die Gruppierung kurz darstellen. Stell dir vor, es liegt eine Menge von unterschiedlichen Elementen vor, die mit einer bestimmten Kennzahl ausgestattet sind.

# Im konkreten Beispiel sind Päckchen in Wolken-, Stern- und Kreisformen mit dem jeweiligen Gewicht dargestellt:

Die Päckchen kann man nun sehr schön nach ihrer Form gruppieren und die Kennzahl Gewicht innerhalb einer Gruppe nach verschiedenen Aspekten aggregieren:

# Päckchen in Wolkenform

## Anzahl: 4
## Mittleres Gewicht: 9,4 kg
## Gesamtgewicht aller Wolkenformen: 56 kg
## Das schwerste wolkenförmige Päckchen: 25 kg
## Das leichteste wolkenförmige Päckchen: 2 kg

# Päckchen in Kreisform

## Anzahl: 5
## Mittleres Gewicht: 7 kg
## Gesamtgewicht aller Kreisformen: 35 kg
## Das schwerste kreisförmige Päckchen: 13 kg
## Das leichteste kreisförmige Päckchen: 1 kg

# Päckchen in Sternform

## Anzahl: 4
## Mittleres Gewicht: 6,25 kg
## Gesamtgewicht aller Sternformen: 25 kg
## Das schwerste sternförmige Päckchen: 14 kg
## Das leichteste sternförmige Päckchen: 1 kg

Und genau diese Gruppierung und Aggregieren kann man mittels Pivot-Tabellen in Excel mit nur ein paar Klicks darstellen …

Zunächst hier die oberen Päckchendaten in einer Excel-Tabelle:

Aus dieser Tabelle kann man nun eine Pivot-Tabelle erzeugen, in dem man den Mausfokus auf irgendeine Datenzelle legt, auf den Button „Pivot-Tabelle einfügen“ klickt und das folgende Pop-Up-Fenster mit OK bestätigt:

Anschließend bekommt man in einem neuen Tabellen-Blatt die leere Pivot-Tabelle dargestellt:

An dieser leeren Pivot-Tabelle erkennt man oben rechts die beiden Spalten „Element“ und „Gewicht“ der ursprünglichen Tabellen. Mit diesen Spalten kann man nun die Pivot-Tabelle mit Leben füllen. Bspw. kann man den Spaltennamen (oben rechts) mit der Maus in den Bereich „Zeilenüberschriften“ (rechts unten) ziehen und die Spalte „Gewicht“ in den Bereich „Werte“ (recht unten) ziehen – und siehe da die Pivot-Tabelle sieht dann so aus.

Diese Pivot-Tabelle stellt nun die Elemente gruppiert mit der Aggregation des Gesamtgewichts dar. Wenn man hier statt des Gesamtgewichts die Anzahl der unterschiedlichen Element sehen will, muss einfach im Bereich „Werte“ (rechts unten) auf das Feld „Summe von Gewicht“ klicken, den untersten Punkt „Wertfeldeinstellungen“ anklicken, statt „Summe“ den Punkt „Anzahl“ auswählen und mit OK bestätigen – und siehe da; jetzt werden die Anzahl der einzelnen Elemente dargestellt.

Hier ist es auch möglich die Gewichte der einzelnen Elementgruppen nach unterschiedlichen Aggregationen (Gesamtgewicht, Anzahl, Mittelwert, …) darzustellen. Hierzu muss einfach das „Gewicht“ von oben mehrfach in das Feld „Werte“ gezogen werden. Anschließend muss man pro Darstellung des Gewichts die gewünschte Aggregation – wie oben beschrieben – auswählen:

Mit ein paar Klicks haben wir nun aus einer chaotischen Liste eine schöne aggregierte Tabelle erstellt, die ein paar kurze und knackige Aussagen enthält.

So jetzt wissen wir, wie Pivot-Tabellen funktionieren. Der nächste Schritt ist es, aus SAP-Daten mit Hilfe von Pivot-Tabellen aussagekräftige Darstellungen zu zaubern – hierzu folgende Szenarien:

#1 Umlagerungsbestellungen: Um die Frachtkosten zu optimieren, stellt die Logistik-Abteilung die Frage, wie viele Umlagerungen von einem Werk zu einem anderen Werk erfolgen.

#2 Palettengewicht: Die Intra-Logistik will moderne und leichte Stapler anschaffen, dafür muss sie ermitteln wie viel Paletten im Lager maximal, minimal und im Durchschnitt wiegen, die im Lager bewegt werden.

#1 Analyse Umlagerungsbestellung per Tabelle LIPS und Pivot-Tabellen:

Zu Umlagerungsbestellungen werden sog. Nachschublieferungen im System angelegt. Diese Lieferungen enthalten auf Kopfebene unter anderem die Daten: Liefernummer, Datum, Versandstelle (woher kommt die Umlagerung), Kunde (wohin geht die Umlagerung), Bruttogewicht. Diese Daten kann man aus dem SAP-System basierend auf der Tabelle LIKP (SE16) ermitteln. Hier ein Auszug der Daten; in konkretem Fall wurden die Daten (2.976 Sätze) zwischen 02. Februar 2017 und 14. Februar 2017 ermittelt:

Basierend auf dieser Tabelle kann man nun (wie oben beschrieben) eine Pivot-Tabelle einfügen und die Spalten – wie unten dargestellt – anordnen:

Nun sieht man übersichtlich eine Transportmatrix der Umlagerung im analysierten Zeitraum. Bspw. sind 48 Umlagerungen zwischen der Versandstelle 2000 und dem Werk 1000 erfolgt. Oder man sieht, dass zwischen 1000 und 3000 keinerlei Umlagerungen stattfanden. Nach Bedarf kann man hier die noch mit dem Datum oder dem Bruttogewicht experimentieren, um andere Aussagen zu erhalte.

#2 Analyse der Paletten-Gewichte

Das HU-Management in SAP wird eingesetzt, um die Verpackungen in der Lagerabwicklung abzubilden. Hierbei können Verpackungen Container, Paletten, Kisten und vieles andere sein. Ein gängiger Einsatz von HUs sind unterschiedliche Paletten auf denen die Ware zum Kunden versandt wird. In unserem Beispiel setzen wir drei unterschiedliche Paletten-Typen ein: Euro-Palette, Düsseldorfer Paletten und Chep-Paletten. Die Frage, die wir mit Hilfe von Pivot-Tabellen beantworten wollen, ist:

Wie schwer sind die unterschiedlichen Paletten-Typen maximal, minimal und im Durchschnitt?

Hierzu liegen die Inhalte der Tabelle VEKP aus der letzten Woche vor, die wir aus dem SAP-System per SE16 ermittelt haben:

Diese wurden anschließend per Pivot-Tabelle wie folgt ausbereitet:

In dieser Pivot sieht man in einer Matrix die Maximal-, Minimal- und die Durchschnittsgewichte der unterschiedlichen Paletten-Typen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kurzen Einblick in Pivot-Tabellen geben, Isa.

 

2 einfache Tipps, um beeindruckende E-Mails zu schreiben.

Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation … man kann es nicht oft genug wiederholen – Kommunikation ist das wichtigste Thema im Berufsleben eines SAP-Beraters. Egal ob man sich mit dem Kunden oder einem Kollegen über eine Fehlersituation unterhält, ein hunderte Seiten langes Konzept zur Preisfindung verfasst oder einen neuen Prozess vor der GF vorstellt, auf jeder erdenklichen Ebene findet Kommunikation statt. Und wenn man die Grundzüge der unterschiedlichen Kommunikationskanäle nicht beherrscht, wird man es … um es auf den Punkt zu bringen … als SAP-Berater nicht weit bringen .

Im Rahmen der schriftlichen Kommunikation ist für SAP-Berater das E-Mail das wichtigste Kommunikationsmedium. Es nimmt in der täglichen Arbeit einen nicht unerheblichen Stellenwert ein, und dem entsprechend sollte man sich als SAP-Berater über die Grundzüge des effektiven E-Mail-Schreibens klar sein.

Seit dem vor ca. 30 Jahren das E-Mail seinen Siegeszug im Berufsleben angetreten hat, sind schon Unmengen an guten oder weniger guten Tipps, Ratgebern und Büchern zu diesem Thema erschienen – wenn man in Google nach „Tipps zum Mail schreiben“ sucht, bekommt man über 8 Mio. Treffer, und eine Suche in Amazon-Bücher bringt immerhin über 120 Treffer.

Neben Grundlagen des E-Mail-Schreibens, wie kurze Sätze, Rechtschreibung, wenig Fremdwörter, etc. sind aus meiner Erfahrung zwei Punkte sehr wichtig, um effektive E-Mails zu schreiben:

# Gliederung / Formatierung
# Betreffzeile mit Aktionshinweis

Gliederung und Formatierung beim E-Mail schreiben

Vielfach bekommt man Mails, die aus monolithischen Textblöcken bestehen, wenig strukturiert sind und optisch wie dahin geknallt aussehen – und man denkt sich „… um was geht es hier?“ Hier wäre ein strukturierter Text optisch ansprechender und damit für den Empfänger viel besser zu lesen. Im Folgenden will ich das Thema mal anhand eines konkreten Beispiels darstellen.

Der monolithische Text



Immer wieder erhalte ich solche Mails, wo Unmengen Text zusammenhängend in einem Schwall zusammen geschrieben wurde. Der Text an sich mag gut formuliert und leicht zu lesen sein, doch der erste Eindruck schreckt meistens sofort ab. So viel Text und man weiß nicht, wo es beginnt und wo es enden will – bitte nicht solche Mails schreiben.

Der Text mit Absätzen



Dieser Text ist schon viel besser; es sind mehrere Absätze enthalten, die den Text in logische Blöcke teilen und den User führen – bitte wenigstens Absätze nutzen.

Der gegliederte Text



In dieser Mail sind nun die einzelnen Absätze nochmal in einzelne kleine Blöcke unterteilt, so dass der Leser sofort sieht, welche einzelnen Punkte angesprochen sind – aber das ist noch nicht die optimale Mail.

Der strukturierte Text



So … diese Mail unterscheidet sich im Text nicht wesentlich von der vorherigen bzw. der ersten Version, aber durch die Verwendung von Formatierungsfunktionen, wie Aufzählungspunkte, Einschübe, Fette und unterstrichene Überschriften, ist die Mail optimal gegliedert und strukturiert. Im Vergleich zur ersten Version der Mail gibt es himmelweite Unterschiede und vor allem wird der Leser die Informationen, die man vermitteln will, sehr einfach aufnehmen.

Betreffzeile mit Aktionshinweis

Die Betreffzeile ist meistens das wichtigste Element einer Mail. Sie ist der erste Eindruck, den der Leser bekommt. Wie sonst im Leben ist, ist auch bei einer Mail der erste Eindruck nun mal sehr wichtig. Aber ich will an dieser Stelle nicht darauf eingehen, wie man beeindruckende Betreffzeilen schreibt, sondern nur auf folgenden Umstand hinweisen: Schreibt in die Betreffzeile immer auch einen Aktionshinweis; das wird dir helfen, schneller Feedback auf deine Mails zu bekommen. D.h. wenn du direkt reinschreibst, dass du eine Antwort brauchst, oder dass du eine Bestätigung erwartest, dann wirst du die Antwort um den Faktor 2-3 schneller bekommen – im Folgenden einige Beispiele:

#Statt: „Protokoll der Logistik-Sitzung von KW34“

#Besser: „Protokoll der Logistik-Sitzung von KW34 – bitte Kommentare und Korrekturen bis 01. Sep. 2017 melden“


#Statt: „Hier der neue Support-Plan für den Standort Lüdenscheid“

#Besser: „Zur Info: Hier der neue Support-Plan für den Standort Lüdenscheid“


#Statt: „Die aktualisierte To-Do-Liste liegt auf dem Projektserver“

#Besser: „Die aktualisierte To-Do-Liste liegt auf dem Projektserver – neue offene Punkte direkt in diese Liste erfassen“


#Statt: „Bestellung 4500023231 vom 23.09.2017“

#Besser: „Bestellung 4500023231 vom 23.09.2017 – bitte Nachrichtenfindung im Beleg kontrollieren.“


#Statt: „Fehlerhafte Aufträge von Kunden Wortmann“

#Besser: „Fehler in den Wortmann-Aufträgen analysieren und Ursache an den Vertrieb melden“

 

Wie immer wäre es super, wenn ihr ein kleines Feedback hinterlassen könntet, Isa.

SAP HANA Wissen, das deine Kunden in den Bann zieht.

Leider hatte ich bis jetzt nicht die Gelegenheit in einem Projekt mitzuwirken, in dem die neue SAP HANA Datenbank zum Einsatz kam – was noch nicht ist, kann ja noch werden. Aber durch Fachbeiträge und eine Vertriebspräsentation der SAP konnte ich einiges zum Thema erfahren. Vor allem während der Präsentation sind mir 2 Punkte hängen geblieben, die kennzeichnend für die SAP HANA DB sind:

#1 SAP HANA basiert auf In-Memory-Technologie
#2 HANA verwaltet / speichert die Daten spaltenbasiert

Der Vorteil des ersten Punktes ist schnell erklärt: Seit dem ich meinen ersten Computer mit 12 Jahren bekommen hatte (Commodore 64) konnte ich am eigenen Leib erfahren, dass der Arbeitsspeicher eines Rechners viel schneller arbeitet, als die Festplatte – damals die ratternde Datasette. Und genau diesen Geschwindigkeitsvorteil nutzt die SAP HANA DB und hält die Daten nicht mehr auf der Festplatte, sondern alle Daten liegen direkt im Arbeitsspeicher – BIG SPEEDY BRAIN! Damit ist HANA in Bezug auf Geschwindigkeit unschlagbar verglichen mit konventionellen DBs, die die Daten auf der Festplatte speichern. Aber dieser Vorteil wird mit höheren Kosten erkauft, denn auch dies ist Allgemeinwissen: Arbeitsspeicher ist teuer als Festplattenspeicher.

Das zweite Charakteristikum der SAP HANA DB ist, dass die Daten spaltenorientiert verwaltet bzw. gespeichert werden. „… Und was bedeutet das?“ Während des Vertriebsvortrags durch die SAP-Mitarbeiter stellte ich genau diese Frage, doch ich bekam damals keine zufriedenstellende Antwort. Also habe ich zu diesem Thema etwas recherchiert und die Antworten, die ich fand und im Folgenden mit euch teilen will, waren wirklich interessant.

# Was bedeutet spaltenorientiert Datenverwaltung / -speicherung?

Im oberen Bild ist eine kleine Tabelle mit 5 Autos dargestellt, die anhand 6 unterschiedlicher Kriterien beschrieben sind:

# Nr.
# Hersteller
# Modell
# Leistung in PS
# Verbrauch
# Einheit Verbrauch

Normalerweise, also bei der zeilenorientierten DB, wird die Tabelle wie folgt gespeichert:

1,Audi,A3, 140,6.7,l/100km;
2,Audi,A4, 140,6.9,l/100km;
3,VW,Polo,90,5.5,l/100km;
4,VW,Golf,110,5.7,l/100km;
5,Mazda,CX-3,110,7.2,l/100km;

Wenn man sich vorstellt, wie die Daten tatsächlich physisch gespeichert werden, sieht es ungefähr so aus:

1,Audi,A3,140,6.7,l/100km;2,Audi,A4,140,6.9,l/100km;3,VW,Polo,90,5.5,l/100km;4,VW,Golf,110,5.7,l/100km;5,Mazda,CX-3,110,7.2,l/100km;

Wenn die Daten aber – wie bei der SAP HANA DB – spaltenorientiert gespeichert werden, sieht das so aus, d.h. jeder Satz ist ein Spalte, Spalte-Nr., Spalte-Hersteller, …:

1,2,3,4,5;
Audi,Audi,VW,VW,Mazda;
A3,A4,Polo,Golf,CX-3;
140,140,90,110,110
6.7,6.9,5.4,5.7,7.2;
l/100km, l/100km, l/100km, l/100km, l/100km;

Vor- und Nachteile einer Spaltenorientierten DB

Das spaltenorientierte Speichern und Verwalten von Daten sieht zunächst gewöhnungsbedürftig aus, hat aber auch seine Vorteile. Im Folgenden will ich anhand von drei Fragenstellungen die Vorzüge der SAP HANA DB darstellen:

Wie viel VW-Fahrzeuge sind in der Liste?
Bei der zeilenorientierten DB müsste mal alle Zeilen auslesen und hieraus selektieren, welche Sätze Hersteller = VW sind; d.h. man muss zwingend alle Sätze durchgehen. Im Gegensatz dazu würde HANA „nur“ in den einen Satz für die Hersteller-Spalte schauen und die VW-Fahrzeuge aus diesem einen Satz ermitteln, d.h. statt 5 Zugriffe ein einziger Zugriff.

Wie viele Autos gibt es mit über 120 PS?
Auch hier müsste man nur in den Satz für „Leistung in PS“ schauen, und die Anzahl der Werte mit größer 120 ermitteln.

Wie viel verbrauchen die Fahrzeuge im Schnitt?
Wieder müsste man nur den Satz für die Spalte „Verbrauch“ lesen und den Mittelwert ermitteln. Im Gegensatz dazu müssten bei einer konventionellen DB alle Sätze gelesen werden.

Also wenn es um Analyse von Daten geht, ist HANA durch das Design unschlagbar gegenüber konventioneller DBs. Natürlich hat das HANA-Design nicht nur Vorteile. Stell dir vor, du willst in die Tabelle ein neues Fahrzeug aufnehmen. Dann muss jeder Satz aktualisiert werden, d.h. der Satz für die erste Spalte, die zweite Spalte, die dritte Spalte … muss aktualisiert werden. Auch bei Änderung oder Anzeige eines Fahrzeugs müssten, statt eines Satz, viele sogar alle Sätze gelesen werden.

So bis jetzt kann man also fest halten:

# Wenn Daten analysiert werden sollen, dann ist HANA durch das zusammenhängende Speichern von Kennzahlen (Spalten) in einem Satz unschlagbar schnell.

# Doch wenn Daten erfasst, geändert und angezeigt werden sollen, ist HANA nicht die optimale Lösung, da hier unter Umständen auf unterschiedliche Sätze zugegriffen werden muss.

Doch das spaltenbasierte Design der SAP HANA DB bietet einen zusätzlichen Vorteil, der Im-Memory-Technologie in die Hände spielt. Wenn man sich die Fahrzeugdaten in der HANA-Version nochmal genauer anschaut, fällt vor allem in der letzten Zeile, die Spalte, die „Einheit Verbrauch“ darstellt, etwas Wichtiges auf:

1,2,3,4,5;
Audi,Audi,VW,VW,Mazda;
A3,A4,Polo,Golf,CX-3;
140,140,90,110,110
6.7,6.9,5.4,5.7,7.2;
l/100km, l/100km, l/100km, l/100km, l/100km;

Habt ihr erkannt, was auffällig ist? Ja genau, die Werte wiederholen sich. Diesen Umstand nutzt HANA, um die Daten zu komprimieren, d.h. sich wiederholende Werte innerhalb eines Satzes werden einfach zusammengefasst. Das sieht dann etwa so aus:

1,2,3,4,5;
2:Audi,2:VW,Mazda;
A3,A4,Polo,Golf,CX-3;
2:140,90,2:110
6.7,6.9,5.4,5.7,7.2;
5:l/100km;

Die Komprimierung ist in Grunde sehr einfach: Wenn sich innerhalb einer Zeile ein Wert wiederholt, wird die Anzahl der Wiederholungen mit einem Doppelpunkt vor dem Wert dargestellt. Damit sind alle Daten immer noch verfügbar, aber der Speicherbedarf der DB ist viel kleiner. Hier habe ich mal von einem Faktor von 4-10 gelesen, den die Komprimierung einspart. D.h. für die In-Memory-Technologie von SAP HANA werden bspw. statt 10 TB nur 1 – 2,5 TB benötigt. Und das ist ein zusätzlicher Boost für die In-Memory-Technologie bezogen auf den Preis und die Geschwindigkeit.

Hoffe, ich konnte euch essentielle Aspekte der SAP HANA DB nahe bringen … wie immer wäre es toll, wenn du ein kleines Feedback hinterlassen könntest, Isa.

 

SD-Auftragsart: Diese 12 Aspekte solltest du kennen.

Der SD-Auftragsart ist für User wesentlich, wenn ein Auftrag im SAP ERP System angelegt werden soll. Normalerweise wird eine SD-Auftrag mit dem Transaktionscode VA01 angelegt, und das erste was das System innerhalb dieser Transaktion erwartet ist die Auftragsart. Hier muss der User entscheiden, ob ein normaler Terminauftrag (TA), ein Retourenauftrag (RE), eine Gutschrift (G2) oder eine Lastschrift (L2) angelegt werden soll. Mit Eingabe der Auftragsart wird bei der Auftragserfassung eine Reihe von Funktionen gesteuert, die je Auftragsart unterschiedlich sein können.

Im Folgenden habe ich 12 Punkte aufgeführt, die von der Auftragsart gesteuert werden. Natürlich sind das nicht alle Aspekte, die die Auftragsart beinhaltet, aber nach meiner Erfahrung sind diese Punkte, die Features der Auftragsart, die am meisten zum Einsatz kommen.

#1 Nummernkreis

Jeder Auftrag hat eine konkrete Nummer – bspw. 20003090. Diese Nummer wird beim Anlegen des Auftrags generiert und kann aus bis zu 10 alphanumerischen Zeichen besteht. Pro Auftragsart wird festgelegt, in welchem Nummernkreis die zu vergebende Nummer liegen soll. Bspw. können Terminaufträge im Nummernkreis 20000000 – 29999999 liegen und Retouren Aufträge im Nummernkreis 600000 – 699999.

#2 Sofortbelieferung

80% der Aufträge innerhalb des Vertriebsmoduls werden als Terminaufträge (TA) angelegt. Ein Terminauftrag zeichnet sich dadurch aus, dass basierend auf der Verfügbarkeit der Ware oder dem Wunsch des Kunden, der Liefertermin in der Zukunft liegt. Damit wird die Lieferung zum Auftrag erst dann angelegt, wenn das Liefererstellungsdatum erreicht wurde. Es gibt aber auch Prozesse (bspw. Tresengeschäfte), bei denen die Terminierung keine Rolle spielt und der Kunde die Ware sofort mitnehmen will. Hier ist es sinnvoll, dass die Lieferung zum Auftrag direkt erzeugt wird, damit die Ware sofort kommissioniert und an den Kunden übergeben werden kann. Für diese Arten von Aufträgen kann eingestellt werden, dass eine Sofortbelieferung erfolgen soll, d.h. mit dem Sichern des Auftrags wird sofort die Lieferung generiert.

#3 Bildaufbau / -folge

Prinzipiell sehen SD-Aufträge in ihrem Aufbau und der Struktur relativ identisch aus; doch im Detail kann pro Auftragsart ein unterschiedlicher Bildaufbau ausgesteuert werden. Bspw. haben Terminaufträge (TA) pro Position den Reiter „Einteilungen“, in dem die Terminierungsdaten dargestellt sind. Dieser Reiter ist für Lastschriftaufträge (L2) nicht vorgesehen, da bei diesen Aufträgen keine Warenbewegung und damit Terminierung vorgesehen ist.

#4 Unvollständigkeit

Auch das Thema Unvollständigkeitsprüfung für Kopfdaten wird pro Auftragsart ausgesteuert. Hier kann pro Auftragsart eingestellt werden, welche Felder im Unvollständigkeitsschema zu prüfen sind.

#5 Versandbedingung

Die Versandbedingung steuert im Auftrag unter anderem die Versandstellenfindung und Routenfindung. Pro Auftragsart kann eine Versandbedingung zugeordnet werden, die bei der Auftragsanlage als Vorschlagswert im Auftragskopf steht. Dieser Vorschlagswert kann durch den User überschrieben werden.

#6 Kalkulationsschema

Die Auftragsart steuert auch maßgeblich die Preisfindung des Auftrags. Konkret wird über die Auftragsart das Kalkulationsschema ermittelt, die die Details der Preisfindung vorgibt.

#7 Terminierung

Im Customizing kann pro Auftragsart eingestellt werden, ob für eine bestimmte Auftragsart die Versandterminierung aktiviert ist oder nicht. Weiterhin kann an dieser Stelle auch separat ausgesteuert werden, ob eine Transportterminierung durchgeführt werden soll.

#8 Nachrichtenschema

Über die Auftragsart wird auch die Ermittlung des Nachrichtenschemas gesteuert. Somit können unterschiedlichen Aufträgen verschiedene mögliche Nachrichten zugeordnet werden.

#9 Materialsubstitution

Die Materialsubstitution kann genutzt werden, wenn Material, die bei der Auftragserfassung eingegeben werden, durch ein anderes Material ersetzt werden sollen. Sinnvoll ist diese Funktion bspw. beim Abverkauf von Saisonware. Die Materialersetzung wird auch pro Auftragsart eingestellt.

#10 Produktvorschlag

Mit der Funktion Produktvorschlag erhält der User bei der Auftragserfassung eine Liste von Materialien vorgeschlagen, die für diesen Auftrag relevant sein könnten – nach dem Motto: „Auch diese Produkte könnten Sie interessieren.“ Diese Funktion wird unter anderem auch pro Auftragsart aktiviert.

#11 Kreditlimitprüfung

Per Kreditlimit kann bei der Auftragserfassung gesteuert werden, ob ein Auftrag wegen Kreditlimitprüfung (hat der Kunde schon wieder die letzte Rechnung nicht gezahlt?) gesperrt wird oder nicht. Auch diese Prüfung kann pro Auftragsart eingestellt werden.

#12 Kopiersteuerung

Last but not least, wird über die Auftragsart die komplette Kopiersteuerung der SAP-SD-Belegkette (Auftrag-Lieferung-Faktura) gesteuert. Die Kopiersteuerung legt fest, aus welchen Auftragsarten welche Lieferarten generiert werden können, oder ob basierend auf einem Auftrag eine Faktura erstellt werden kann.

 

Wäre super, wenn du ein kleines Feedback hinterlassen würdest, Isa.

 

Was hat SAP mit einem Big Mac gemeinsam?

Was hat SAP mit einem Big Mac gemeinsam? Auf den ersten Blick Nichts – weder kann man SAP essen, noch hat ein Big Mac irgendwas mit IT zu tun. Doch haben sie einen wichtigen Punkt gemeinsam: Für beide sind die 3 Schichten entscheidend. Ein Big Mac besteht immer aus 3 Schichten Burgerbrot und für SAP sind die 3 Schichten GUI, ABAP und DB entscheidend und essentiell.

Der SAP-GUI

Für den SAP-User ist die entscheidende Interaktion mit dem SAP-System der SAP-GUI. Hier kann man sich den Kundenstamm (VD03), eine Lieferung (VL03N) oder eine Rechnung (VF03) anzeigen lassen. Als SAP-Berater sollte man sich im SAP-GUI „wie im Schlaf“ innerhalb der einzelnen Transaktionen auskennen.
Den Aufbau des SAP-GUI kann man als Berater oder User kaum beeinflussen. Dieser Umstand klingt zunächst – in Zeiten des Personalisierungs-Hypes – etwas suspekt, hat aber den enormen Vorteil, dass die Auftragsanlage oder die Debitorenpflege in jedem Unternehmen auf der ganzen Welt identisch ist. D.h. sowohl der User als auch der Berater wird sich in jedem Unternehmen, das SAP nutzt, ohne viel Einarbeitung zu Recht finden.

ABAP

Die Verarbeitung der Daten, die im SAP-GUI oder auf anderem Wege erfasst werden, erfolgt über die Programmiersprache des SAP-Systems: ABAP. Natürlich muss man als SAP-Berater kein Entwickler sein. Aber trotzdem sollte es auch für einen SAP-Berater kein Hexenwerk sein ABAP-Code zu lesen, Programme zu debuggen oder einzelne Programmstellen wiederzufinden und zu analysieren. Also folgende Transaktionen und deren Bedienung dürfen keine böhmischen Dörfer sein: SE38, SA38, SE80, SE24, SE37

Datenbank

Die letzte Ebene des SAP-Systems bildet die Datenbank. Hier werden alle Daten ablegt, die bei der Erfassung anfallen oder benötigt werden. Diese können sowohl Bewegungs-, Vorgangs-, Stamm- oder Steuerdaten sein. Der Aufruf von einzelnen Tabellen, die Anzeige und Analyse der Daten sollte zum Know-How-Repertoire jedes Beraters gehören. Damit solltest du die Transaktionen SE16, SE16N und SE11 im Schlaf beherrschen und gängige Tabelle aus dem Bereich, in dem du arbeitest, auswendig kennen.

Hier ein kleines Beispiel, wie die 3 Ebene zusammenarbeiten: Du willst einen Kundenauftrag anlegen und startest die Transaktion VA01

 

# Mit dem Aufruf der Transaktion landest du in einer überschaubaren Eingabemaske, wo du die Auftragsart und weitere Daten erfassen kannst: Das ist ein kleiner Teil des SAP-GUI; auf dieser Ebene interagiert der User mit dem System.

# Zum Transaktionscode VA01 ist das ABAP-Programm SAPMV45A zugeordnet, dessen Code mal sich per SE38 anzeigen lassen kann. Dieses Programm wird gestartet, sobald man die VA01 aufgerufen wird –> das ist der Link zu ABAP.

# Wenn man nun in der Erfassungsmaske eine Auftragsart eingibt, prüft das System gegen die Liste der vorgesehenen Auftragsarten. Diese Auftragsarten sind in der Datenbank-Tabelle TVAK abgelegt, dessen Inhalte man sich per SE16 anzeigen lassen kann –> das ist der Link zur Datenbank-Ebene.

 

Wäre toll, wenn du einen kleinen Kommentar hinterlassen würdest, Isa.

 

 

Top20 Gründe, warum du unbedingt als SAP-Berater arbeiten solltest.

Es war gegen Ende der 90er Jahre– ich stand kurz vor dem Abschluss des Studiums und besuchte eine Absolventen Messe. Mein Ziel war es, ein paar Kontakte zu knüpfen und mich umzuschauen, bei welchen Unternehmen ich mich als Maschinenbauer bewerben könnte. In einer Studentenzeitschrift hatte ich gelesen, dass Unternehmensberatungen immer ein guter Start ins Berufsleben waren. So gab ich meinen Lebenslauf unter anderem auch bei diesen Firmen ab. Nach ein paar Wochen erhielt ich einen Anruf von PwC. Sie sagten mir, dass sie an meinem Profil interessiert seien, und wir führten ein Telefoninterview durch, an dessen Ende ich zu einem 2 wöchigen Assessment Center eingeladen wurde. Letztlich ging die Geschichte so aus, dass ich bei PwC unterschrieb.

An meinem ersten Arbeitstag fragte mich mein Boss, ob ich SAP machen wolle. SAP sagte mir damals rein gar nichts, also fragte ich einen Kollegen. Er sagte mir sofort, „Mach SAP, ist `ne Lebensversicherung.“ Also sagte ich meinem Boss zu und machte SAP – seit dem bin ich SAP-Berater. Auch wenn ich anfangs mit SAP haderte, bin ich mittlerweile ein begeisterter SAP-Berater, der über die Jahre viel gelernt hat.

Im Folgenden habe ich 20 Punkte zusammengestellt, warum du auch als SAP-Berater arbeiten solltest.

#01 Du arbeitest mit und für Menschen

Auch wenn SAP-Beratung viel mit Informatik, Programmierung und Technologie zu tun hat, solltest du nie vergessen, dass der zentrale Faktor der Mensch ist. Der Mensch stellt die Anforderungen und diese User werden zukünftig mit den Prozessen arbeiten, die du abstimmst, gestaltest und realisierst.

#02 Niemand wird je so viel und detailliert unterschiedlichste Unternehmen kennen lernen wie du

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Details ich zu einem Unternehmen während eines Projektes erfahre. Zu Ende eines Projektes weiß ich meistens sehr genau wie ein Auftrag abgewickelt wird, wie eine Retoure erfasst und von wem freigegeben wird oder wie, warum ein bestimmter Preis kalkuliert ist.

#03 Du wirst jeden Tag immer besser in deinen Analyse-Skills

Analyse bedeutet für mich im Detail verstehen. Analyse ist einen Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven auseinander zu nehmen und die relevanten Punkte und deren Zusammenspiel zu erfassen. Dabei kann dies sowohl Programmcode als auch ein abteilungsübergreifender Prozess sein. Und genau dies wirst und musst du als SAP-Berater immer wieder durchführen müssen; und vor allem wirst du dabei immer besser werden.

#04 Ich liebe es – ein Stück weißes Blattpapier zu nehmen und von Null auf ein Konzept zu erstellen

Ein schriftliches Konzept fasst im Grunde einfach alle Ergebnisse aus der Anforderungsanalyse und erarbeiteten Lösungs- bzw. Umsetzungswegen stimmig zusammen. Damit sollte es ein Kochbuch sein, wie der weitere Verlauf des Projektes aussehen wird. Wenn du auch – wie ich – ein begeisterter Konzeptersteller bist, dann hast du als SAP-Berater genau den richtigen Job.

#05 BoreOut wird dich höchstwahrscheinlich nicht treffen

Langeweile wird als SAP-Berater definitiv nicht aufkommen; meine Erfahrung ist, dass man mindestens eine 70 Stunde-Woche an unterschiedlichste Themen arbeiten kann. Dabei kann die Palette der Tätigkeiten zwischen Präsentation von Ergebnissen vor der Geschäftsführung bis zur Analyse von Fehlern im Debugger variieren. Bore-Out sollte für dich kein Thema sein.

#06 Du bist entweder Stürmer, Torwart oder in der Abwehr – aber du bist immer Teil von Elf.

Teamwork ist das A und O eines SAP-Beraters. Wenn du nicht der einsame Tüftler bist, der in seinem Elfenbeinturm die ausgefeiltesten Ideen entwickelt, sondern in einem Team von mehreren zehn oder hundert Personen aufblühst, dann bist du genau richtig in der SAP-Beratung.

#07 Auch wenn du nicht Michelangelo bist, Kreativität gehört zu deinem täglichen Brot

Wie oft habe ich folgende Szene als SAP-Berater erlebt: Du steht vor einem Problem, dass evtl. das komplette Projekt gefährdet und trotz intensiver Recherche oder Brainstorming lässt sich keine Lösung finden. In solchen Situation ist Kreativität gefragt; hier haben immer die Leute die Nase vorne, die um die Ecke denken (können) und den entscheidenden Hinweis liefern, um die Situation zu retten.

#08 Bewerbungsgespräche meistern

Wenn du mehr Erfahrungen mit Bewerbungsgesprächen machen willst und hier mehr Sicherheit erlangen willst, dann solltest du unbedingt SAP-Berater werden. Im Schnitt wechselt man alle ein bis zwei Jahre das Projekt und für jedes Projekt muss man sich erneut bewerben; gezwungener Maßen wird man mit der Zeit zum Meister für Bewerbungsgespräche, d.h. man weiß genau, wie man sich verkauft.

#09 Keines deiner Tage wird so sein, wie der andere!

Es muss nicht unbedingt von Vorteil sein, aber du kannst davon ausgehen, dass keines deiner Tage und keines deiner Projekte, wie das andere sein wird. Für SAP-Berater ist Abwechslung das Programm.

#10 Englisch ist Pflicht, aber auch Französisch und Spanisch sollten drin sein.

Wenn du dich fragen solltest, warum du Jahre lang Englisch, Französisch oder Spanisch in der Schule gelernt hast, dann wirst du diese Frage als SAP-Berater schnell beantworten können. Denn gerade in Projekten bei multinationalen Konzernen, wirst du deine Sprachkenntnisse endlich einsetzen können.

#11 Glaub mir, du wirst viele, sehr viele Leute kennenlernen.

Wenn du viele, unterschiedliche und interessante Menschen kennenlernen und peu-a-peu dein Netzwerk erweitern willst, dann solltest du unbedingt SAP-Berater werden.

#12 Faible für Zahlen? Dann bist du hier genau richtig.

Kennzahlen, Kennzahlen, Kennzahlen … dieses Stichwort zieht sich wie ein roter Faden durch die Tätigkeit eines SAP-Berater. Wenn du ein entsprechendes Faible für Zahlen hast, wirst du dich hier richtig schön austoben können.

#13 Du wirst schon merken, dass Kommunikation alles ist.

Wenn man mich fragen würde, was das die wichtigste Fähigkeit eine SAP-Berater ist, dann würde ich ohne zu zögern sagen: Kommunikation. Als SAP-Berater steht man immer zwischen verschiedenen Interessengruppen und muss sich mit unterschiedlichen Menschen auseinandersetzen. Und dabei ist Kommunikation essentiell. Also wenn du ein kommunikativer Typ bist, dann sollte dich nichts davon abhalten, dich als SAP-Berater zu bewerben. Du solltest aber Kommunikation nicht mit viel Quatschen verwechseln. Gute Kommunikation besteht aus 70 % Zuhören, 20 % die richtigen Fragen stellen und 10% dem Rest.

#14 Jeder Vertriebler wird dich beneiden

Wie viel Kundenkontakt wünscht sich ein Vertriebler? Wahrscheinlich würde ein Vertriebler gerne tagtäglich beim Kunden sitzen; und genau deswegen werden SAP-Berater so sehr von den Vertrieblern beneidet. Als SAP-Berater wirst du einen sehr intensiven Kundenkontakt haben – und das ist gut so.

#15 Du wirst nicht mit einem kleinen Obolus nach Hause gehen

Wenn du in der IT arbeiten und ein ordentliches Gehalt bekommen willst, dann bist du als SAP-Berater richtig positioniert. Gerade heute gab es in der Computerwoche einen Bericht, dass SAP-Berater in der IT die höchsten Gehälter erhalten.

#16 Spanier halten sich tatsächlich an ihre Siesta

Ein besonders interessanter Aspekt der Tätigkeit als SAP-Berater finde ich, dass man unterschiedliche Kulturen kennenlernt. Vielfach erfüllen Italiener, Spanier oder Japaner tatsächlich die Stereotypen, die man sich vorstellt. Aber noch öfter lernt man ganz neue Facetten kennen und denkt sich immer wieder: Wow, ja so kann man es auch machen.

#17 Barcelona, New York, Singapur …

Reist du gerne und lernst neue Städte und Länder kennen? Europa- bzw. weltweite Projekteinsätze für SAP-Berater sind keine Seltenheit. Gerade bei größeren Projekten ist Mobilität für SAP-Berater groß geschrieben.

#18 Ich bestimme, was ich heute mache

Selbstbestimmtes Arbeiten und den Arbeitstag eigenständig zu gestalten ist ein großer Vorteil für SAP-Berater. Auch wenn der große Rahmen durch den Projektplan gesteckt ist, hat man als SAP-Berater doch sehr große Freiräume in der eigenen Arbeitsplanung; nutze und genieße sie!

#19 Ein Gewerbeschein ist schnell angemeldet …

Ob mit Gewerbe oder als Freiberufler, für SAP-Berater sind die Hürden in die Selbstständigkeit ziemlich niedrig. Vor allem wird dieser Umstand durch folgende zwei Faktoren begünstigt: Es sind keinerlei Investitionen nötig und die Nachfrage nach guten Beratern ist seit Jahren höher als das Angebot auf dem Markt.

#20 hrs.de oder booking.com würden dich sofort mit Kusshand einstellen

Ob das nun ein Segen oder ein Fluch ist, muss jeder für sich bewerten; aber als SAP-Berater wirst du häufig unterwegs sein und dabei viele Hotels kennenlernen. Ich habe mich schon oft gefragt, ob ich nicht mal einen Hotelführer schreiben sollte.

 

*Wäre toll, wenn Du ein kurzes Feedback hinterlassen könntest, Isa.

 

10 Schritte, um die SAP-Nachrichtenfindung zu meistern

Kannst du dich noch daran erinnern, als du 10 oder 12 Jahre alt warst und mit der Schulklasse eine Woche lang im Schullandheim verbracht hattest. Das erste Mal ohne Eltern in die Ferien, das erste Mal mit den Schulfreunden übernachten und das erste Mal alleine in einem fremden Bett verbringen – für ein Kind waren das doch sehr spannende Zeiten. Insbesondere erinnere ich mich an die Schnitzeljagden, die wir regelmäßig im Schullandheim veranstalteten. Hierbei wurde die Klasse in 2 Gruppen eingeteilt; die erste Gruppe waren die Jäger und die zweite Gruppe waren die Gejagten. Die Gejagten bekamen eine Halbestunde Vorsprung, machten sich in eine unbestimmte Richtung auf dem Weg. Die Aufgabe der Jäger war es, die Gejagten einzuholen, wobei sie sich nur auf die Hinweise verlassen konnten, die die Gejagten auf ihrem Weg hinterlassen hatten. Die spannende Aufgabe für die Jäger war es, die Nachrichten zu finden, die die Gejagten hinterlassen hatten. Auch wenn das eine mit dem anderen gar nichts gemeinsam hat, war doch das Wort „Schnitzeljagd“ die erste Assoziation, die mir in den Sinn kam, als ich im SAP-Bereich von der Nachrichtenfindung hörte.

Die Nachrichtenfindung wird im SAP in fast allen Bereichen (Einkauf, Qualitätsmanagement, Vertrieb, …) eingesetzt und hat die Aufgabe einen Output aus einem Objekt heraus anzustoßen. Konkret bedeutet das beispielsweise: Mittels der Nachrichtenfindung wird der Lieferschein gefunden und gedruckt, der für eine bestimmte Lieferung eingesetzt werden soll. Die Nachrichtenfindung basiert, wie viele andere Funktionen auch, auf der Konditionstechnik und funktioniert im Detail wie folgt:

Bevor ich die Details abspringe noch ein Hinweis: Eine Nachricht zu einem Objekt wird basierend auf der sogenannten Nachrichtenart generiert; und die Aufgabe der Nachrichtenfindung ist alle Nachrichtenarten zu finden, die zu einem Objekt genutzt werden sollen. Dabei kann eine Nachricht ein IDoc, eine Mail, ein Fax oder ein Druck sein.

10 Schritte der Nachrichtenfindung für Lieferungen

#1 Lieferart

Zunächst wird im Customizing jede Lieferart genau ein Nachrichtenschema zugeordnet.

#2 Ermittlung Nachrichtenschema

Basierend auf der oben erwähnten Zuordnung wird zur Lieferart das Nachrichtenschema ermittelt.

#3 Details zum Nachrichtenschema

Das Nachrichtenschema enthält eine Liste von Nachrichtenarten, die für diese Lieferart eingesetzt werden können; bspw. Lieferschein, Packliste, Gefahrguthinweise. Zur Ermittlung der konkreten Nachrichten geht das alle Nachrichten durch und untersucht sie, ob sie für den aktuellen Vorgang relevant ist.

#4 Ermittlung der Zugriffsfolge

Jeder Nachrichtenart ist genau eine Zugriffsfolge zugeordnet; in diesem Punkt wird pro Nachricht die Zugriffsfolge ermittelt, die im Weiteren untersucht wird.

#5 Zugriffe werden untersucht

Was ist eine Zugriffsfolge, was sind Zugriffe? Im Detail sind Zugriffe Tabellen, die man sich per SE16 anschauen kann; die Zugriffsfolge ist hingegen ein Set dieser Tabelle. Bspw. ist eine gängiger Zugriff für Lieferscheinfindung Lieferart / Versandstelle / Warenempfänger. Damit können über die Transaktion VV21 eine sogenannter Nachrichtensatz für die Liefernachrichten LD00 genau mit dieser Kombination Lieferart=LF / Versandstelle=VS01 / Warenempfänger=43561 angelegt werden.

Wenn nun genau eine Lieferung für den Kunden 43561 in der Versandstelle VS01 mit der Lieferart LF angelegt wird, wird mit diesem Zugriff die Liefernachricht gefunden.

#6 Nachrichtensatz gefunden?

An dieser Stelle wird geprüft, ob basierend auf dem aktuellen Zugriff (bspw. Lieferart / Versandstelle / Kunde) ein Nachrichtensatz gefunden wurde

#7 Übergabe an die Lieferung

Wenn eine Nachricht gefunden wurde, wird dieser Nachrichtensatz an die Lieferung übergeben und generiert aus der Lieferung den Lieferschein.

#8 Weiterer Zugriff vorhanden?

Wenn keine Nachricht zum aktuellen Zugriff gefunden wurde, wird untersucht, ob ein weiterer Zugriff zur Zugriffsfolge vorhanden ist.

#9 Nächster Zugriff

Wenn ein weiterer Zugriff vorhanden ist (bspw. Lieferart / Versandstelle), wird dieser Zugriff untersucht. D.h. es wird basierend auf den Daten aus der Lieferung (Lieferart = LF und Versandstelle = VS01) nachgeschaut, ob zu diesen Werten eine Nachrichtensatz per VV21 angelegt wurde.

#10 Nächste Nachrichten

Nach dem basierend auf dem beschriebenen Suchalgorithmus die Nachrichtenfindung für die erste Nachrichtenart bearbeitet wurde, geht das System zur nächsten Nachricht über. An dieser Stelle fängt die Suche nach dem gleichen Schema.

 

*Wäre toll, wenn Du ein kurzes Feedback hinterlassen könntest, Isa.

Versandstellenfindung SAP-SD – einfach und übersichtlich erklärt

Es ist ein schwüler Sommermorgen als die Werkstatt Thompson-Tech beim Reifenhändler Müller anruft und für einen Reparaturauftrag einen Satz PKW-Reifen, 4 Alufelgen und 20 verchromte Schrauben bestellt. Hr. Geldern von der Auftragsanlage nimmt die Bestellung entgegen und gibt den Kundenauftrag im SAP-System ein:

# Auftragsart: Standardauftrag (kein Express)

# Auftraggeber: Thompson-Tech GmbH

## 4 PKW-Reifen

## 4 Alufelgen

## 20 verchromte Schrauben

Anschließend bestätigt Hr. Geldern den Liefertermin aller Positionen für Morgen und legt sofort für den Auftrag die Lieferungen an. Nein, das ist kein Tippfehler: Für den Auftrag werden 3 Lieferungen im System angelegt – was ist passiert? Bei der Auftragsanlage ermittelt das SAP-System pro Material-Position automatisch eine Versandstelle. Im obigen Beispiel wurde für jede Position eine unterschiedliche Versandstelle ermittelt. Da eine Lieferung genau einer Versandstelle zugeordnet ist, wurden 3 Lieferungen generiert.

Die Versandstellenfindung ist im SAP-SD eine kleine, aber wichtige Funktion innerhalb der Auftragsanlage. Sie ist essentiell, wenn basierend auf den Auftrag eine Lieferung angelegt werden soll. In meinem Beitrag „Der ultimative SD-Überblick anhand von 23 Funktionen“ hatte ich schon dargestellt, dass die Vertriebsprozesse im SAP-SD gängiger Weise auf den 3 Belegen Auftrag, Lieferung und Faktura basieren. Die Lieferung ist der Beleg mit dem die Prozesse in der Logistik angestoßen werden. Hierbei ist aus logistisch-organisatorischer Sicht zu beachten, dass eine Lieferung immer genau einer Versandstelle zugeordnet sein muss. D.h. die logistischen Abwicklung der Lieferung (Kommissionierung, Verpacken, …) soll genau in dieser Versandstelle stattfinden. Die Versandstelle wird bei der Auftragsanlage durch die Versandstellenfindung pro Auftragsposition ermittelt.

Sinngemäß hat die Versandstellenfindung folgende Aufgabe: Bei der Erfassung eines Kundenauftrags im SAP-SD (Tx. VA01) müssen mindestens folgende Eingaben erfolgen: Auftragsart, Auftraggeber, Material und Menge. Das System ermittelt basierend auf diesen Eingaben gemäß den Stammdaten und der Customizing-Einstellungen eine Vielzahl von Wert zum Auftrag automatisch. Eine dieser Werte ist die Versandstelle pro Artikelposition, die mit den Einstellungen der Versandstellenfindung ermittelt wird.

Im folgende soll die Versandstellenfindung basierend auf folgendem Szenario vorgestellt werden:

 

Im Zentrallager (Z001) des Reifenhändlers Müller sind folgende 6 Versandstellen vorgesehen:

# VS01 – Versandstelle Auto-Reifen
# VS02 – Versandstelle LKW-Reifen
# VS03 – Versandstelle Felgen
# VS04 – Versandstelle Kleinteile
# VS05 – Versandstelle Expressversand
# VS06 – Versandstelle Retouren

Hintergrund dieser unterschiedlichen Versandstellen ist, dass sie unterschiedliche logistische Aspekte erfordern. Beispielweise können LKW-Reifen nicht aus der PKW-Versandstelle versandt werden, da zur Verladung von LKW-Reifen leistungsfähigere Stapler erforderlich sind. Im Bereich Expressversand liegt der Fokus eher darauf, dass der Versand sehr zügig und durch geschultes Personal erfolgen muss. Darum wurde hier eine separate Versandstelle im Lager eingerichtet. Und da bei Retouren Waren nicht versandt, sondern entgegen genommen werden, ist auch hier eine separate Versandstelle vorgesehen.

Jetzt ist es die Aufgabe die Versandstellenfindung im SAP für das Zentrallager von Reifen Müller einzurichten.

 

Wie oben schon erwähnt, sind im Normalfall für die Anlage eines Auftrags folgende Daten erforderlich (1): Auftragsart, Auftraggeber, Material, Menge. Basierend auf diesen Daten leiten sich folgende Werte ab (2):

# Jeder Auftragsart ist im Customizing eine Versandbedindung zugeordnet

## Versandbedingung (bspw. 10 –Standardversand)

# Jedem Kunden wird im Kundenstamm ein Auslieferwerk zugeordnet

## Auslieferwerk (bspw. Z001 – Zentrallager)

# Jedem Material ist in den Materialstammdaten eine Ladegruppe zugeordnet

## Ladegruppe (bspw. PKW – PKW Reifen)

Damit wurden im Auftrag die drei Kriterien festgelegt (3), die zur Versandstellenfindung führen: In der Versandstellenfindung im Customizing ist nun genau für diese Kriterien eine Versandstelle (bspw. VS01) zugeordnet, die in den Auftrag übernommen (4) wird.

Folgende Einträge sind nun in der Versandstellenfindung nötig, um die Findung des Reifenhändlers abzubilden:

 

Mit diesen Einträgen sind alle Anforderungen für die Versandstellenfindung für das Zentrallager des Reifenhändlers abgedeckt. Zu beachten ist, dass im obigen Beispiel für Express- und Retouren-Aufträge keine unterschiedlichen Versandstellen je Materialgruppe vorgesehen sind.

 

*Wäre toll, wenn Du ein kurzes Feedback hinterlassen könntest, Isa.

Diese Excel-Funktion sollte jeder SAP-Berater kennen.

Was braucht ein Maler, der vor einer leeren weißen Wand steht und diese streichen will? Was braucht ein Schornsteinfeger, der an einem hohen Schornstein steht und diesen säubern will? Oder was braucht ein Tischler, der vor einem schönen blanken Stück Holz steht und daraus einen eleganten Tisch fertigen will? Alle sind auf ihre Werkzeuge angewiesen, denn was wäre ein Maler ohne Pinsel und Farbe, was ein Schornsteinfeger ohne seine Fallgranate oder was Tischler ohne Hobel? Im Grunde einfach nicht arbeitsfähig. Und was ist für einen SAP-Berater das Tool, ohne dass er nicht auskommt? Wenn ich ein Tool benennen müsste, das für mich besonders wichtig ist, dann wäre dies Excel.

In der täglichen Arbeit stehe ich immer wieder vor Fragen, die basierend auf historischen Daten zu bewerten sind: Wann ist der beste Zeitpunkt, um das System mal durchzustarten? Wie oft halten sich Kunden nicht an Absprachen und bestellen zu spät? Wann wurde eine bestimmte Nachrichtenart zu letzte verwendet und könnte gelöscht werden? Alle diese Fragen kann man mit den Daten aus SAP und Excel sehr schnell und effizient auswerten und beantworten.

Im Folgenden will ich eine spezielle Excel-Funktion vorstellen, die vielfach für die Aufbereitung der Analysedaten unerlässlich ist: SVERWEIS.

1. Zwei Tabellen mit unterschiedlichem Informationsgehalt

Stell dir vor du hast eine Liste mit Auftragsposition vorliegen mit den Informationen:

# Auftragsnummer
# Auftragsposition
# Material
# Liefermenge
# Versandstelle

Da nun basierend auf dieser Liste keine Aussagen zu Kunden getroffen werden kann, liegt parallel eine zweite Liste zum Auftrag vor, die die Kundennummer enthält:

# Auftragsnummer
# Kundennummer

Für die weitere Analyse der Daten ist es aber notwendig, dass diese Tabellen verbunden werden und alle Informationen in einer Tabelle vorliegen. Hierzu wird die Auftragspositionstabelle um die Spalte Kunde erweitert und die korrespondierenden Kunden aus der Tabelle „Auftragskopf“ in die Tabelle „Auftragspositionen“ geschrieben.

Im Grunde ist das verbinden der beiden Tabelle recht einfach und läuft nach folgendem Schema ab: Fangen wir mit der ersten Zeile zur Auftragspositionstabelle an, für die die Kundennummer ermittelt werden soll:

# Als erstes wird die Auftragspositionstabelle um eine weitere Spalte „Kundennummer“ erweitert (1)

# Dann wird aus der ersten Zeile die Auftragsnummer ermittelt (2)

# Mit dieser Auftragsnummer geht man nun in die Auftragskopftabelle und sucht dort nach der entsprechenden Auftragsnummer (3)

# Wenn diese gefunden wurde, wird aus dieser Zeile die Kundennummer (2.Spalte) gelesen (4)

# Diese Kundennummer wird dann die in die Auftragspositionstabelle geschrieben (1)

Diese Schritte sind nun für alle Zeile der Auftragspositionstabelle zu wiederholen, bis in allen Zeilen die Kundennummer enthalten ist – fertig.

Stell dir jetzt vor, die Positionstabelle hat 60.000 Einträge und die Kopftabelle hat 5.000 Einträge. Wenn man nun für das Suchen pro Zeile 10 Sekunden braucht, benötigt man ca. 7 Tage um alle Zeile auszufüllen, d.h. 1 Woche lang Tag und Nacht die Werte zusammensuchen! An dieser Stelle kommt die Excel-Funktion SVERWEIS zum Tragen: Diese Funktion automatisiert genau das Verbinden von 2 Tabellen.

2. Excel SVERWEIS Schritt-für-Schritt erklärt

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# Zunächst den Cursor in den Positionstabelle auf die erste Kundennummer-Zeile positionieren, für die die Kundennummer ermittelt werden (im obereb Bild „F2“)

# In dieser Zelle „=“ eintippen und den Funktionsassistenten für SVERWEIS öffnen

# Den Cursor im Assistenten auf den Feld „Suchkriterium“ setzen und anschließend in der Positionstabelle mit der Maus das erste Feld der Auftragsnummer markieren (Zelle: A2)

## Auftragsnummer soll gesucht werden

# Jetzt im Assistenten den Cursor auf das Feld „Matrix“ setzen

# Mit der Maus in der Auftragskopftabelle die Spalten A und B markieren

## In der Spalte A soll nach der Auftragsnummer gesucht werden

## Die Spalte B soll als Ergebnis zurückgegeben werden

# Im Funktions-Assistenten den Cursor auf das Feld „Spaltenindex“ setzen

## Hier eine „2“ eintippen, da aus der Ergebnis-Matrix die 2. Spalte (das war die Spalte B, in der die Kundennummer stand) als Ergebnis zurückgegeben werden soll

# Jetzt noch den Cursor im Funktions-Assistenten auf das Feld „Bereich_Verweis“ positionieren, eine „0“ eintippen und Enter

Et Voila, Excel hat für die erste Zeile die Kundennummer „K111“ ermittelt. Jetzt kann die Formel aus dieser Zelle kopiert und alle weiteren Zellen in der Spalte „F“ angewandt werden.

Hier noch ein paar hilfreiche Hinweise für die Arbeit mit dem SVERWEIS.

3. Weitere Tipps zum SVERWEIS

A. Suchfeld in 2 Spalten

# Im oberen Beispiel wurde nach der Auftragsnummer gesucht, d.h. dieses Feld war die Verbindung zwischen den beiden Tabellen

# Doch unter Umständen kann es vorkommen, dass diese Verbindung aus 2 Spalten in den jeweiligen Tabellen besteht (bspw. Auftragsnummer und Positionsnummer)

# In diesem Fall muss man in beide Tabellen eine zusätzliche Spalte einfügen und die Werte aus den 2 ursprünglichen Spalten in die neue Spalte verketten; Bsp.:

## 1. Verbindungsspalte A

## 2. Verbindungsspalte B

## Neue Verbindungsspalte C = VERKETTEN(A;B)

# Nun kann man basierend auf den neuen Spalten C, die in beide Tabellen eingefügt wurde, den SVERWEIS durchführen

B. Download-Formate aus SAP lassen in Excel keine Funktion zu

Wenn man aus SAP Daten runterlädt, die man anschließend per SVERWEIS verbinden will, dann lässt das Format der Excel-Tabelle die Verarbeitung von Funktionen nicht zu. Der Effekt ist, dass die Funktion einfach in der Zelle als Text dargestellt wird: „=SVERWEIS(C7;Tabelle2!A:B;1;0)“ Ehrlich gesagt weiß ich nicht warum das passiert, aber ich weiß wie ich mir helfen kann:

# Die betroffene Spalte, in der die Funktion nicht ausgeführt werden kann, im Kopf markieren, d.h. die komplette Spalte über die Spaltenüberschrift „A“ oder „D“ markieren.

# In Excel in den Menübereich „Daten“ wechseln und die Funktion „Texte in Spalten“ aufrufen.

# Anschließend einfach auf den Button „Fertig stellen“ klicken

# Nun wird die Funktion ausgeführt

C. SVERWEIS und Sprachen

Mir ist es mal passiert, dass ich in Brüssel im Projekt war und auf einem französischen Rechner einen SVERWEIS durchführen musste. Dabei habe ich nicht wenig gestaunt, als ich bemerkte, dass SVERWEIS auf Französisch RECHERCHEV heißt. Und aus Englisch wird sie VLOOKUP genannt, auf Türkisch DÜŞEYARA, …

 

*** Es wäre super, wenn du ein kleines Feedback hinterlassen würdest, Isa.