Miguel hat recht gehabt – Wie man die SAP Konditionspflege anpassen kann.

Wenn du im SAP-System eine Konditionssatz anlegst oder änderst, dann werden dir normalerweise die Felder der Konditionstabelle folgendermaßen angezeigt:

In oberen Beispiel lege ich die Preiskondition PR00 (per Transaktion VK11) mit dem Zugriff VKORG, VTWEG, Auftragsart, Auftraggeber und Material an. Hier sind die ersten 4 Felder der Konditionstabelle im oberen Bereich angeordnet und das letzte Feld Material als Position aufgeführt.

 

Doch das muss nicht unbedingt so sein; man kann die Konditionstabelle auch so einstellen, dass das Pflegebild wie folgt aussieht:

Hier sind nur die Felder VKORG und VTWEG im Kopfbereich und die weiteren Felder sind als Positionen aufgeführt. Mit diesem Ansatz hast du nun die Möglichkeit vielmehr Daten in einem Bild zu pflegen.

 

Und so wird es gemacht:

# Im Customizingpfad den Punkt „Konditionstabelle definieren“ aufrufen, in den Punkt „Konditionstabelle ändern“ abspringen und die Tabelle eingeben, die zu ändern ist – in meinem Beispiel die 991

 

# Hier zur „Technischen Sicht“ wechseln

 

# In der technische Sicht kannst du einfach die Feld, die positionsweise aufgeführt werden sollen, mit anhaken der Option „PosFeld“ definieren – das wars – nachdem erneuten generieren der Tabelle (das rote BMW-Icon), werden diese Felder im Pflegebild in den Positionen dargestellt.

 

cu, Isa

 

P.S. An dieser Stelle ein dickes Danke an Miguel, der mir diese Option im Rahmen eines Workshops zur Pflege neuer Zugriffsfolgen vorgestellt hat.

 

 

 

Ein kurzer Überblick zur SAP ERP Historie.

Vor einigen Wochen bin ich bei der Recherche zum aktuellen S/4HANA auf folgenden Tabelle gestoßen, die einen super Überblick über die historische Entwicklung von SAP gibt:

 

# 1972 – SAP R/1 System RF

# 1979 – SAP R/2 Mainframe System

# 1992 –  SAP R/3 Enterprise Edition 1.0A

# 1993 – SAP R/3 Enterprise Edition 2.0

# 1995 – SAP R/3 Enterprise Edition 3.0

# 1998 – SAP R/3 Enterprise Edition 4.0B

# 1998 – SAP R/3 Enterprise Edition 4.3

# 1999 – SAP R/3 Enterprise Edition 4.5B

# 2001 – SAP R/3 Enterprise Edition 4.6C

# 2002 – SAP R/3 Enterprise Edition 4.6F

# 2003 –  SAP R/3 Enterprise Edition 4.7

# 2004 – SAP ERP Central Component (ECC) 5.0

# 2005 – SAP ERP Central Component (ECC) 6.0

# 2006 – SAP Enhancement Package 1 for SAP ERP 6.0

# 2007 – SAP Enhancement Package 2 for SAP ERP 6.0

# 2008 – SAP Enhancement Package 3 for SAP ERP 6.0

# 2009 – SAP Enhancement Package 4 for SAP ERP 6.0

# 2010 –  SAP Enhancement Package 5 for SAP ERP 6.0

# 2012 – SAP Enhancement Package 6 for SAP ERP 6.0

# 2013 – SAP Enhancement Package 7 for SAP ERP 6.0

# 2018 – SAP Enhancement Package 8 for SAP ERP 6.0

# 2015 – SAP S/4 Business Suite for HANA

 

cu, Isa.

6 Tabellen zu SAP-Änderungsbelegen, die man kennen sollte.

Im SAP kann man nichts machen ohne Spuren zu hinterlassen; ob du einen Beleg anlegst, ein Stammdatum anpasst oder eine Customizingeinstellungen veränderst, alles wird sehr akkurat protokolliert. Folgende 6 SAP-Tabellen bilden die zentralen Datenquellen, in denen SAP die Änderungen ablegt:

 

#1 CDHDR – Änderungsbelegkopf

#2 CDPOS – Änderungsbelegpositionen

#3 SE16N_CD_KEY – Änderungsbelege: Kopf (per SE16N)

#4 SE16N_CD_DATA – Änderungsbelege: Daten (per SE16N)

#5 TCDOB – Liste der Änderungsobjekte

#6 TCDOBT – Texte zu Änderungsobjekten

 

cu, Isa.

SAP-Änderungsnachrichten: Der kleine Unterschied zwischen SD und MM.

Manchmal ist man schon überrascht, warum es diese enormen Unterschiede zwischen dem Modul SD (Sales and Distribution) und MM (Materialmanagement) gibt. Beide Module sind ja im Grunde zwei Seiten einer Medaille, aber trotzdem bietet die MM-Bestellanlage gegenüber der SD-Auftragsanlage ganz andere Möglichkeiten, und bspw. auch das Thema Kunden-Material-Infosatz kann man kaum mit dem Einkaufsinfosatz vergleichen. Auch wenn es fachliche Gründe für die Unterschiede gibt, habe ich doch vielfach die Vermutung, dass einfach zwei unterschiedliche und vor allem unabhängige Teams die Module entwickelt haben.

 

Ein weiterer Unterschied zwischen MM und SD sind die Einstellungsmöglichkeiten von Änderungsnachrichten. Änderungsnachricht ist eine Funktion innerhalb der Nachrichtenfindung, die es erlaubt, eine schon versendete Nachricht erneut zu verschicken, wenn bestimmte Änderungen im Beleg erfolgt sind. Bspw. eine Auftragsbestätigung an den Kunden per Mail: Diese Nachrichten kann so eingestellt werden, dass die Nachricht als Änderungsnachricht erneut versendet wird, wenn die Terminierung sich ändert, die Preise angepasst werden ohne eine neue Position hinzukommt. Die selbe Funktion steht in MM auch für die Bestellung zur Verfügung; wenn sich an der Bestellung etwas ändert, kann automatisch eine Änderungsnachricht versendet werden. Doch diese Einstellungsmöglichkeiten in SD und MM sind komplett unzterschiedlich aufgesetzt:

 

Änderungsnachrichten im SD-Modul

Im SD-Modul wird zur Nachrichtenart eine Änderungsroutine definiert, die per ABAP auszuprägen ist:

# Zunächst wird pro Nachrichtenart (hier RD03 – Barverkauf) die Option Mehrfachversendung gesetzt

# Und anschließend im Bereich Änderungsnachrichten innerhalb des Programms SAPLV61B die Form-Routine KOBED_014 definiert.

## Innerhalb der Form-Routine KOBED_014 wird explizit im Coding die Bedingung definiert, die zur Auslösung einer Änderungsnachricht führt: In diesem Beispiel erfolgt eine Änderungsnachricht, wenn sich der Nettopreis sich ändert.

 

Änderungsnachrichten im MM-Modul

In MM kann kann hingegen ohne ABAP recht weit kommen: Durch einfaches Zusammenklicken, das System einstellen, so dass Änderungsnachrichten erzeugt wird:

# Zunächst wird im Customizing (Feinsteuerung Nachrichten Einkauf) die Nachrichtenart (hier NEU) als relevant für Änderungsnachrichten gekennzeichnet:

 

# Als nächsten wird definiert, bei Änderung welcher Feld in den Belegen (Bestellung, BAnf, …) eine Änderungsnachricht erzeugt werden soll.

 

cu, Isa.

SAP WE60 – Aktiviere die erweiterte IDoc-Doku und erfahre mehr.

Mit der Transaktion WE60 kann man sich übersichtlich die Dokumention zu allen IDoc-Basistypen anschauen. Doch wenn man folgende Option nicht aktiviert, wird man leider nur wenig von der Dokumentation sehen können:

 

# Die Transaktion WE60 aufrufen und über die Menüleiste -> Springen den Punkte „Benutzereinstellungen …“ aufrufen.

# Im nächsten Screen…

## zunächst über das Stift-Icon den Änderungsmodus aktivieren,

## anschließend die Anzeigeattribute „Ausgabe der Dokumentation“ und „Ausgabe der Feldwerte“ aktivieren

## und letztlich die Einstellung sichern:

 

So nun werden in der Dokumentation der IDoc-Basistypen (WE60) umfangreichere Daten dargestellt.

 

cu, Isa.

Lies die SAP-Hilfe – es steckt mehr darin, als du denkst.

Zu jedem Feld (einfach per F1), zu jeder Customizing-Stelle (direkt im Customizing-Pfad) und zu jedem Report (in der SE38) hat SAP eine mehr oder weniger umfangreiche Dokumentation spendiert. Doch ich kenne viele Berater, die nichts von der SAP-Hilfe halten; zum Teil sind dies sehr erfahrene Berater, die alte SAP-Releases kennen, bei denen die Doku tatsächlich nicht sehr hilfreich war.

Ich muss sagen, dass ich immer wieder und auch gerne die SAP-Hilfe nutze und mir Dokumentationen durchlese. Hier bei stösst häufig auf kleine Schätze, und denkt sich „Wow … coole Informationen, die bereit gestellt werden.“ Ein schönes Beispiel ist die Dokumentation (einfach auf das Doku-Icon klicken) im Customizing-Pfad (SPRO) für Ist-Aufnahme und Soll-Konzept-Erstellung für das WM-Modul; hier kurz und knapp beschrieben, wie ein Punkte bei der Konzeption des WM zu beachten sind:

 

Ein weiteres Beispiel ist die Dokumentation der „autom. kreditorischen Buchung per EDI“ bei der Internen Verrechnung im Customizing (auch hier wieder einfach auf das Doku-Icon klicken) im Customizing (SPRO); hier wird sehr ausführlich beschrieben, was und wie eingestellt sein muss, um die Funktion zu aktivieren:

 

cu, Isa.

 

ALV für alle – mache deine MM-Berichte hübsch.

Vor einigen Wochen hatte ich vorgestellt (Mach die MB52 attraktiver mit ALV) wie man die Ausgabe (Anzeige der Selektionsergebnisse) der Transaktion MB52 – Lagerbestandsliste in eine ALV Liste umwandeln kann. Diese Option steht nicht nur für die MB52 zur Verfügung; folgende Transaktionen können nach dem gleichen Muster umgestellt werden:

 

# MBPM (MMIM_PREDOC_MAINTAIN) – Verwaltung gemerkter Daten

# MB51 (RM07DOCS) – Materialbelegliste

# MB59 (RM07DOCS) – Materialbelegliste

# MI22 (RM07IMAT) – Inventurbelege zum Material anzeigen

# EW38 (RM07MBST) – EWU-Ums: MM Bestandswert-Liste

# MB5L (RM07MBST) – Bestandswertliste: Saldendarstellung

# MB5W (RM07MBST) – Bestandswertliste

# MBGR (RM07MGRU) – MatBeleg zum Grund der Bewegung anz.

# MB58 (RM07MKON) – Kunden Konsignation und Leihgut

# MBLB (RM07MLBB) – Bestände beim Lohnbearbeiter

# MB52 (RM07MLBS) – Lagerbestandsliste

# MB5OA (RM07MOA) – Anzeige bewerteter WE-Sperrbestand

# MB5S (RM07MSAL) – WE/RE-Saldenliste anzeigen

# MBSM (RM07MSTO) – Stornierte Materialbelege anzeigen

# MB5T (RM07MTRB) – Transitbestand Bk

# MB5TD (RM07MTRB_DATE) – Transitbestand zum Stichtag

# MB24 (RM07RESL) – Reservierungsliste

# MB25 (RM07RESL) – Reservierungsliste

 

 

cu, Isa.

 

 

 

 

 

Customizing-Check für die Nachrichtenfindung – du wirst diese Funktion nie wieder missen wollen.

Die Nachrichtenfindung in SAP ist eine der zentralsten Funktionen und wird in fast jedem Beleg (Objekt) genutzt. Mit der Nachrichtenfindung werden Drucke ausgelöst, Mail verschickt, EDI-Nachrichten getriggert oder andere Folgefunktionen getriggert – Falls du Details zur Nachrichtenfindung erfahen willst, lies hier weiter: 10 Schritte, um die SAP-Nachrichtenfindung zu meistern.

Das Setup und die Einstellungsmöglichkeiten der Nachrichtenfindung in SAP sind nicht ohne, aber können zentrale über die Transaktion NACE erfolgen. Innerhlab dieser Transaktion ist eine kleine Funktion integriert, mit du mit wenigen Klicks alle Einstellungen prüfen kannst:

 

#1 Ruf die Transaktion NACE auf (1), markiere eine Applikation (bspw. V2 für Versand) (2) und klicke über das Menü auf den Punkt Customizing-Check(3)

 

#2 Anschließend wählst du die Option „nur aktive“ aus, gibst eine Lieferart vor und sofort wird dir das Ergebnisse der Prüfung dargestellt:

 

cu, Isa.

Entdecke die integrierte Pivot-Tabellen-Funktionen in SAP.

Im Beitrag „Für SAP-Insider: In wenigen Minuten Pivot-Tabellen meistern.“ hatte ich die Pivot-Tabellen-Funktion vorgestellt, mit der man sehr elegant SAP-Daten in Excel analysieren kann. Mit der Einführung der neuen Tabellenbrowser Transaktion SE16H kann man sich die Tabelleninhalte direkt in SAP als Pivot darstellen und kann sich somit den Zwischenschritt über Excel sparen.

Im folgenden stelle diese Funktion anhand der Lieferkopf Tabelle LIKP für einige Anwendungsfälle vor; dabei sollen diese Fragen beantwortet werden:

#1 Wie viele Lieferung gibt es pro Versandstelle (für eine bestimmte Selektion)?

#2 Welches Gesamtgewicht haben die Lieferungen in Summe pro Versandstelle (für eine bestimmte Selektion)?

#3 Wie hoch ist das durchschnittliche Gewicht der Lieferungen pro Versandstelle (für eine bestimmte Selektion)?

Für alle 3 Fälle werde ich die Transaktion SE16H mit der Tabelle LIKP verwenden. Weiterhin bedeutet der Zusatz „für eine bestimmte Selektion“, dass man die Selektion bspw. nach Datum. Lieferart oder Kunden eingrenzen kann; in den Beispielen grenze ich die Selektion aber nicht ein, da mein Datenbestand relativ klein ist.

 

#1 Wie viele Lieferung gibt es pro Versandstelle?

Folgende Selektionen in der Transaktion SE16H einstellen und anschließend ausführen:

##1 Tabelle: LIKP

##2 Feld Versandstelle: Ausgabe und Gruppieren

 

Jetzt werden die Versandstellen mit der Anzahl der Lieferungen pro jeweiliger Versandstelle dargestellt:

 

#2 Welches Gesamtgewicht haben die Lieferungen in Summe pro Versandstelle?

Folgende Selektionen in der Transaktion SE16H einstellen und anschließend ausführen:

##1 Tabelle: LIKP

##2 Feld Versandstelle: Ausgabe und Gruppieren

##3 Feld Gesamtgewicht: Ausgabe und Summieren 

 

Jetzt werden die Gesamtgewichte der Lieferungen pro Versandstellen summiert dargestellt – bspw. gibt es zur Versandstelle 0001 23 Lieferungen mit einem Gesamtgewicht von 72,32 kg:

 

 

#3 Wie hoch ist das durchschnittliche Gewicht der Lieferungen pro Versandstelle?

Folgende Selektionen in der Transaktion SE16H einstellen und anschließend ausführen:

##1 Tabelle: LIKP

##2 Feld Versandstelle: Ausgabe und Gruppieren

##3 Feld Gesamtgewicht: Ausgabe und Aggregieren mit Durchschnitt

 

Nun werden die durchschnittlichen Gewichte der Lieferungen pro Versandstelle angezeigt – bspw. gibt es zur Versandstelle 0001 23 Lieferungen mit einem Durchschittsgewicht von 3,144 kg:

 

cu, Isa.