Keep calm and thank Corona-Helplings.

Obwohl SAP einen nicht unerheblichen Beitrag am reibungslosen Ablauf der Supply Chain in diesen außerordentlichen Tagen hat, will ich diese Woche das Thema SAP ausklammern und mich einfach mal bei allen Lebensmitteleinzelhandels-, Drogie- und Apotheken-Mitarbeitern bedanken, die trotzt fast hysterischer Kunden mit stoischer Ruhe und einem Lächeln auf den Lippen ihren Job machen.

 

Danke, Isa.

 

P.S.: Natürlich gibt es wahrscheinlich eine ellenlage Liste anderer Berufe, bei denen man sich auch bedanken kann, doch die Bedienung hinter der Kasse, ist mir in den letzten Tagen besonders aufgefallen. Bitte schreibt einfach als Kommentar, bei wem ihr euch bedankt …

…Übrigens findet ihr alle Beiträge im Buch „SAP Helden“ kompakt zusammengefasst.

SAP GUI Tabfolge anpassen – der Power-Boost für deine Tab-Taste.

Kennst du dieses Bild?

 

Das ist kein „gemaltes“ Bild – es stellt im Standard-SAP-GUI die Tabfolge eines Screens dar, d.h. aus einem bestimmten Feld heraus springt man im GUI mit der Tab-Taste zum nächstnummerierten Feld. Diese Visualisierung des kann man sich einfach wie folgt darstellen – hier am Beispiel der Transaktion VA01 – Kundenauftrag anlegen:

#1 Maus auf das Feld „Auftraggeber“ positionieren und SHIFT+STRG+A drücken, oder …

#2 Maus auf das Feld „Auftraggeber“ positionieren und bei gedrückter STRG-Taste mit der Maus einen Rechts-Klick im Feld ausführen und die Option  „Lokale Tabulatorfolge visualisieren“ auswählen.

 

Was bringt das?

So spektakulär das Bild mit der Tab-Folge auch aussieht, bringt es einem zunächst keinen richtigen Mehrwert. Hier kommt aber der Mehrwert durch folgende Option:

# Man kann user-spezifisch eine eigene (lokale) Tab-Folge pro Screen erstellen

## Gerade bei massenhafter manueller Eingabe von Daten kann eine optimierte Tab-Folge enorm viel Zeit sparen.

 

Wie erstellt man eine lokale Tab-Folge?

Die minimal Ausprägung um einen Kundenauftrag in SAP per VA01 zu erfassen, besteht aus folgenden 4 Daten: Auftraggeber / Wunschlieferdatum / Material / Auftragsmenge. Beispiel wird eine lokale Tab-Folge für die 4 Felder erstellt:

# Was erreicht werden soll: Maus in das Feld Auftraggeber positionieren, per Tab-Taste ins Feld Wunschlieferdatum springen, dann ins Feld Material und abschließend ins Feld Auftragsmenge.

 

#1 Verbindung Auftraggeber zu Wunschlieferdatum aufbauen

## STRG gedrückt halten und Rechtsklick auf das Feld Auftraggeber

## Option Ausgangselement auswählen

## STRG gedrückt halten und Rechtsklick auf das Feld Wunschlieferdatum

## Option Zielelement auswählen

 

#2 Verbindung Wunschlieferdatum zu Material aufbauen

## STRG gedrückt halten und Rechtsklick auf das Feld Wunschlieferdatum

## Option Ausgangselement auswählen

## STRG gedrückt halten und Rechtsklick auf das Feld Material

## Option Zielelement auswählen

 

#3 Verbindung Material zu Auftragsmenge aufbauen

## STRG gedrückt halten und Rechtsklick auf das Feld Material

## Option Ausgangselement auswählen

## STRG gedrückt halten und Rechtsklick auf das Feld Auftragsmenge

## Option Zielelement auswählen

 

Fertig … jetzt einfach die Maus ins Auftraggeber positionieren und per TAB-Taste in die definierten Felder springen.

 

cu, Isa.

 

BD56 – IDoc Insiderwissen, das du dir nicht entgehen lassen solltest.

Vor einiger Zeit saß ich verzweifelt vor einem IDoc-Fehler und konnte mir bei aller Anstrengung nicht erklären, warum ein bestimmtes Segment im Standard-IDoc SHPMNT05 fehlte – laut Doku (WE60) und laut der Definition (WE30) hätte das Segment „E1EDT57- Transportdaten: Ausschreibung“ vorhanden sein müssen. So sehr ich das IDoc zum Transportauftrag immer wieder generiert, tauchte das Segment nicht auf. Gerad als ich meinen Rechner runterfahren und nach Hause gehen wollte, versuchte ich mein Glück mit einer Google Recherche, und prompt stieß ich auf die Transaktion BD56. Diese erklärte mir den Fehler – der keiner war – sofort.

Mit der Transaktion BD56 können ohne viel Aufwand bestimmte Segmente aus dem IDoc herausgefiltert werden, d.h. bei der Generierung des IDocs werden diese Segmente nicht berücksichtigt; dabei kann die Filterung des Segments partnerabhängig erfolgen. Im folgenden Beispiel wird das Segment E1EDT57 zum Nachrichtentyp SHPMNT (Sender: S4HCLNT400 / Empfänger: S4HEWMS400) herausgefiltert:

 

 

Übrigens diese Option funktioniert nicht für Muss-Segmente (siehe WE30).

 

cu, Isa.

 

VL10B Debuggen – ein kleines Geheimnis hilft weiter.

Wenn man für (Umlagerungs-)Bestellungen keine Lieferung per VL10B anlegen kann, kann dies sehr frustrierend sein, da man sehr wenig Möglichkeit hat den Fehler zu analysieren. Die Fehlermeldung sind vielfach nicht wirklich vielsagend und die Option des Debuggens per /h ist hierbei auch nicht zielführend.

An die Stelle hilft folgender User-Parameter, der per Transaktion  SU3 einzutragen ist:

# LEDSP_DEBUG_MODE = VL10B

 

 

Nachdem man diesen Parameter gesetzt hat, springt beim nächsten Lauf der VL10B der Debugging an, und man kann die entsprechende Fehlerstelle genau debuggen.

 

cu, Isa.

 

 

Effektiviere den Papierkram – sortiere die Nachrichtenausgabe.

Wusstest du, dass man die Ausgabe von Nachrichten sortieren kann? Natürlich stellt sich sofort die Frage: Was soll das bringen, welchen Vorteil bietet es?

Stell dir vor, der Druck der Rechnung in einem Unternehmen erfolgt einmal am Tag (nachts) per Job. Dabei werden basierend auf der Standard-Nachricht RD00 jede Nacht Hunderte von Rechnungen generiert, die am nächsten Morgen an die Kunden versendet werden. Hier wäre es nun sinnvoll, dass die Rechnung mindestens  nach Rechnungsempfänger sortiert ausgegeben werden. Mit dieser Sortierung würde sofort die manuelle Folgeaktivität entfallen.

 

Die Einstellung der Sortierung erfolgt pro Nachrichtenart und kann im Reiter Sortierung eingestellt werden. Hier stehen 3 Sortierfelder zur Verfügung, d.h. die Sortierung kann pro Nachrichtenart basierend auf diesen Feldern eingestellt werden.

Im oberen Beispiel erfolgt die Sortierung zunächst nach der Fakturaart, dann nach der Verkaufsorganisation und abschließend nach dem Regulierer.

 

cu, Isa.

Stimmt das SD-Customizing – so einfach kannst du es prüfen.

Ich hatte schon mehrfach Prüf-Funktionen für Customizingeinstellungen im SD-Modul vorstellt; bspw. „Customizing-Check für die Nachrichtenfindung – du wirst diese Funktion nie wieder missen wollen“ oder „SAP-SD Organisationsstrukturen prüfen … per 1-Click!„. Hier bietet SAP aber eine kleine Liste an Prüfmöglichkeiten des SD-Customizings – im folgenden eine Liste an Check-Transaktionen:

 

# VCHECKT683  – Customizing Check Kalkulationsschema

# VCHECKT685A – Customizing Check Konditionsarten

# VCHECKTVCPF – Customizing Check Kopiersteuerung

# VCHECKVOFA – Customizing Check Fakturaarten

# OVX8N – Check-Report Organisation Vertrieb

# NACE – Nachrichtensteuerung (Springen -> Customizing-Check)

 

cu, Isa.

 

P.S. Es wäre super, wenn ihr hier weitere Prüffunktionen, die ihr kennt, als Kommentar hinterlassen würdet.

 

In 3 kurzen Schritten: SAP-Nachricht Mail: Betreff und Mail dynamisch generieren.

Falls du eine Mail-Nachricht aus einem SAP-Beleg verschicken willst, ist es in Standard möglich den Mail-Betreff und den Mail-Text dynamisch zu ermitteln. Damit kannst du bspw. im Mail-Betreff die Belegnummer und in der Mail ein paar Details zum Beleg mitgeben. Im folgenden in kurzen Schritten erklärt wie es funktioniert:

#1 Die Nachrichtenart (bsp. MAIL zum Auftrag) per Transaktion NACE aufrufen, das Ersetzungs-Programm und die Form-Routine zur Nachrichtenart angeben:

 

#2 Im Ordner „Mailtitel und -texte“ im Dokumententitel &VBAK-VBELN& für die Belegnummer eingeben:

 

#3 Jetzt noch auf den Text-Icon im oberen Screen-Shot klicken und die ein paar Variablen zum Mail-Text mitgeben:

 

das wars …

 

Zum Schluss noch eine kleine Liste an Programmen, die für unterschiedlieche Belegarten zu nutzen sind:

# Auftrag – SAPMV45A

# Transport – SAPLV56U

# Rechnung – SAPMV60A

# Lieferung – SAPMV50A

# Bestellung – SAPMM06E

Bei allen Belegen ist die genutzte Form-Routine: TEXT_SYMBOL_REPLACE

 

cu, Isa.

 

 

 

Einführung eines globalen Manufacturing Operations Managements

Einführung eines globalen Manufacturing Operations Managements

Die Herausforderungen, vor denen Verantwortliche eines global agierenden Unternehmens stehen, sind sehr vielfältig. Ein Thema, das in vielen Betrieben eine große Rolle spielt, ist die werks- und länderübergreifende Prozessabstimmung in der Produktion. Anhand eines Praxisbeispiels möchte ich erläutern, wie diese zuverlässig unter Berücksichtigung der Nachverfolgbarkeit und kundenseitigen Anforderungen organisiert werden kann:

In meiner Rolle als SAP-Berater war ich an einem Projekt beteiligt, in dem Produktionsprozesse eines globalen Kühlsystem-Herstellers aufeinander abgestimmt werden sollten. Hierzu haben wir ein Manufacturing Operations Management (MOM) eingeführt. Ein solches System sorgt für die Steuerung, Überwachung und Kontrolle der weltweiten Produktion eines Unternehmens.

Insgesamt verfügte der Kühlsystem-Hersteller über mehr als 10 Produktionsstandorte, die zum Teil im gleichen ERP-System abgebildet waren, aber in der Steuerung des operativen Shopfloors, also der eigentlichen Produktion, relativ autark agierten. So gab es zwar einige Standard-Prozesse, die in allen Werken umgesetzt wurden. Vielerorts dominierten jedoch individuelle Prozesse den Betrieb des jeweiligen Standortes: Mitarbeiter in Mexiko arbeiteten deshalb anders als Mitarbeiter in China und Mitarbeiter aus China arbeiteten wiederum anders als Mitarbeiter in Deutschland.

Auch die Produktion war nicht immer gleich aufgebaut. So wurden in Mexiko Produktionsmaschinen eines bestimmten Typs und in Deutschland wieder andere Maschinen verwendet.

Dies führte zu verschiedenen Herausforderungen: Wenn der Kunde des Kühlsystems bspw. aus Mexiko kam, konnte es dazu kommen, dass ein Produkt über mehrere Standorte hinweg gefertigt werden musste, bevor es bereit für die Auslieferung war. Hierzu mussten die Maschinen der jeweiligen Standorte zum Teil zeitaufwendig umgerüstet werden. Besonders bei kleinen Losgrößen ist die Wertschöpfung der Fertigung dadurch extrem belastet worden und die kostenintensive Verschwendung stieg an.

Das MOM sollte die weltweite Produktion des Unternehmens soweit wie möglich vereinheitlichen. Dabei war es wichtig, alle relevanten Daten aus den jeweiligen Fertigungsstätten zu konsolidieren und zentral verfügbar zu machen.

Die Systemarchitektur des MOM

Das gesamte MOM besteht quasi aus 3 Ebenen: Die Datenbankschicht, ein lokales MES (Manufacturing Execution System) in jedem produzierenden Werk und eine globale Analytics-Produktionsplattform. Dabei wird fortgehend der Ansatz verfolgt, dass zentrale und standardisierte Services der lokalen MES nach und nach in der globalen Cloud für alle Werke zur Verfügung gestellt werden können. Dies unterstützt die Standardisierung und erhöht die zentrale Steuerbarkeit einzelner fertigender Werke.

Die Datenbankschicht versteht sich als eine lokale Datenhaltung von werkspezifischen Produktionsdaten. Hierzu wird in jedem Werk eine HANA Datenbank zur Speicherung verwendet. Die Datenbank wird wiederum von der lokalen SAP Manufacturing Execution Suite (MES) verwendet. Die werksspezifische Verfügbarkeit ermöglicht mit dem Einsatz von SAP Plant Connectivity, SAP MII und SAP ME, sowie der Integration ins SAP ERP, eine horizontale und vertikale Kommunikation zwischen Maschinen auf dem Shopfloor als auch hin zum SAP-ERP-System.

Darüber befindet sich die Analytics-Produktionsplattform, die eine Corporate-Ebene darstellt. Auf dieser Ebene werden werksspezifische Daten konsolidiert verfügbar gemacht und verschiedene Reporting- und Analytics-Services betrieben.

Um Produktionsprozesse weitestgehend zu vereinheitlichen, haben wir Funktionen, die ursprünglich mit dem MES ausgeführt wurden, auf die Ebene der Produktionsplattform gehoben. Dadurch sind diese nicht mehr jeweils in jedem Werk, sondern einmal für alle Werke definiert worden. Supply-Chain-Manager, die globale Prozesse koordinieren, können dadurch nicht nur auf globale Informationen zugreifen, sondern auch einen hohen Standardisierungsgrad sicherstellen. Auch Änderungen an zentralen Produktionsservices werden für jedes Werk wirksam. Der MOM-Rollout in mehreren Schritten ermöglicht eine Schritt-für-Schritt-Globalisierung und mindert hierdurch auch das Fehlerpotential. Besonders Änderungen an historisch geprägten Prozessen bedürfen der Einbeziehung von lokalen Mitarbeitern und Führungskräften.

Welche Funktionen lassen sich nicht auf MOM übertragen?

Im theoretischen Idealfall würden sämtliche Funktionen/Prozesse in der globalen Cloud als Service verfügbar gemacht werden. In der Praxis ist dies nicht möglich – oft sind Prozesse zum Beispiel an verschiedene gesetzliche Regelungen in den jeweiligen Ländern angepasst und können nicht zentral definiert werden. In Mexiko muss ein Lieferschein zum Beispiel ein spezielles Siegel enthalten, welches in anderen Ländern nicht benötigt wird. Somit können die einzelnen Werke zwar einen zentralen Printservice, allerdings nicht das gleiche Formular nutzen.

Roll-Out-Strategie

Bevor ein Unternehmen ein MOM einführen will, muss es zunächst einmal eine Bestandsaufnahme machen: Wie sehen die Fertigungsprozesse aus und wie wird in unterschiedlichen Ländern produziert? Nachdem diese Fragen geklärt sind, erstellt ein Team ein Konzept. Besonders relevant ist die Unterscheidung und Aufnahme von Prozessen, die weltweit vereinheitlicht werden können sowie länderspezifische Besonderheiten, die z. B. Aufgrund von gesetzlichen Anforderungen, Kundenanforderungen oder auch Innovationsdruck nur lokal gültig sind. Neben der Ist-Aufnahme wird über das Produktionskonzept auch das „Solutioning“ für Optimierungen, neue Prozesse und Prozessänderungen detailliert beschrieben. Ergebnis dieser Analyse- und Solutionsphase ist somit ein Feinkonzept, das sich im Projektlebenszyklus immer wieder verändern kann. In der Praxis ist es keine Seltenheit, dass diese Phase 1 Jahr lang oder länger dauert.

Im Falle des Kühlsystem-Herstellers erfolgte der MOM-Rollout in 3 übergeordneten Schritten. Zunächst haben wir ein MES für eine große Produktionslinie in einem bestimmten Werk implementiert. Im zweiten Schritt wurde das MES für das komplette Werk ausgerollt. Nach und nach haben wir auf diese Weise auch die Werke in anderen Ländern mit dem System ausgestattet und so eine Basis-Architektur für das MOM geschaffen. Ebenfalls konnten – vor allem während des Pilot-Rollouts – durch die Einschränkung auf einzelne Fertigungslinien die Risiken und mögliche Produktionsunterbrechungen bzw. Umsatzeinbußen minimiert werden.

Projektlaufzeit

Bei einer MOM-Einführung handelt es sich meist um ein sehr großes Projekt, da es jedes Werk eines global agierenden Unternehmens betrifft. Zudem braucht es eine gute Vorbereitung, damit alles möglichst reibungslos verläuft.

Der Kühlsystem-Hersteller, bei dem wir eine sehr ausgebaute Stufe des Systems eingeführt haben, beschäftigte rund 8.000 Mitarbeiter und verfügte über mehr als 10 Produktionsstandorte. Bis das System in allen Werken ausgerollt war, dauerte es 7 Jahre. Zwar handelt es sich dabei um eine lange Projektlaufzeit – Unternehmen profitieren jedoch bereits in diesem Zeitraum von der Einführung. Im Falle des Kühlsystem-Herstellers hatten wir bereits nach 2 Jahren die globale Produktion komplett reevaluiert und das System designed. Da es nach und nach in den Werken eingeführt wurde, profitierten die betroffenen Unternehmensbereiche bereits frühzeitig vom MOM.

Gründe für MOM

Die Einrichtung eines MOM kann viele Gründe haben. Hierunter fallen zum Beispiel spezielle Kundenanforderungen wie Chargenrückverfolgung. Indem sich die verschiedenen Produktionsstellen zentral steuern lassen, können Unternehmen ihre interne Qualität erheblich steigern. Auch der Innovationsdruck eines Unternehmens, in dem die Produktion sehr wertschöpfend ist, kann ein Grund für die Einführung eines MOM sein. Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und mit digitalen und einheitlichen Prozessen werden Betriebe in diesem Bereich nur schwer von Mitbewerbern überholt. Ein weiterer möglicher Grund, um das System einzuführen, ist der höhere Automatisierungsgrad und damit einhergehende Kosteneinsparungen.

Fazit

Global agierende Unternehmen können mithilfe eines MOM unterschiedliche Produktionsprozesse in verschiedenen Werken vereinheitlichen – das System sorgt für die Steuerung, Überwachung und Kontrolle der weltweiten Produktion. Hierzu ist es notwendig, alle relevanten Datensätze zentral verfügbar zu machen.

In der Regel handelt es sich bei einer MOM-Einführung um ein großes Projekt mit umfangreichen Vorbereitungen. Bei einer erfolgreichen Umsetzung profitieren Unternehmen von Kosteneinsparungen, schnelleren Produktionsprozessen und einer konstanten Produktqualität. Gerade für Betriebe, in denen die Produktion besonders wertschöpfend ist, kann eine MOM-Einführung deshalb sinnvoll sein.

Über den Autor

Cedric King hat Wirtschaftsinformatik in Stuttgart studiert und arbeitet seit 3 Jahren bei der mindsquare GmbH. Bereits zuvor hat er sich mit dem Bereich SAP Logistik & Produktion beschäftigt und sich mittlerweile mit dem Fachbereich Mindlogistik auf die Bereiche Prozessoptimierung, MES und Warehouse Management spezialisiert.

 

Zentraler SAP-Customizingeinstieg – mach es dir nicht zu schwer.

Falls du dir das Leben  erleichtern willst und dich nicht in den Tiefen der SPRO verirren willst: Mit den folgenden Transaktionen kannst du direkt eine abgespeckte Version der SPRO aufrufen, die thematische gegliedert ist:

 

Zentraler Customizingeinstieg – Controlling

# OKM1 – Customizing Controlling allgemein

# OKM2 – Customizing Kostenstellenrechnung

# OKOA – Customizing Abrechnung

# ORKE – Customizing CO-PA

 

Zentraler Customizingeinstieg – Einkauf / Bestandsführung

# OLMB – Customizing Bestandsführung / Inventur

# OLMD – Customizing Disposition

# OLME – Customizing Einkauf / Bestellung

# OLMR – Customizing Rechnungsprüfung

# OLMSRV – Customizing Einkauf / Dienstleistung

# OLMW – Customizing Bewertung / Kontierung

# OLQB – Customizing QM in der Beschaffung

# VOK3 – Customizing Nachrichtenfindung Einkauf

# VOK4 – Nachrichtenfindung Bestandsführung

 

Zentraler Customizingeinstieg – Nachrichtenfindung

# NACE – Zentrale Konfiguration Nachrichtensteuerung

# NACO – Konditionen der Nachrichtensteuerung

# NACP – Nachrichtensteuerung – Bedingungen

# NACQ – Nachrichtensteuerung – Konditionstabellen

# NACR – Nachrichtensteuerung – Konditionssätze

# NACS – Nachrichtensteuerung – Zuordnung Zugriffsfolge

# NACT – Nachrichtensteuerung – Konditionsarten

# NACU – Nachrichtensteuerung – Konditionsarten

# NACV – Nachrichtensteuerung – Partnerdefinition

# NACW – Nachrichtensteuerung – Verarbeitungsprogramme

# NACX – Nachrichtensteuerung – Zugriffsfolgen

# NACY – Nachrichtensteuerung – Feldkatalog

# NACZ – Nachrichtensteuerung – Schema

 

Zentraler Customizingeinstieg – Vertrieb / LES

# OLML – Customizing LES

# VOBO – Konfiguration Rückstandsauflösung

# VOFM – SD Zentales Customizing Bedingungen / Formroutinen

# VOK0 – Konfiguration Preisfindung

# VOK1 – SD Customizing Kontenfindung

# VOK2 – SD Customizing Nachrichtenfindung

 

Zentraler Customizingeinstieg – Konditionskonktrakte

# WB2R_IMG – Customizing für Kontraktabrechnung

 

cu, Isa.

SAP-Customzingtransaktionen entschlüsselt – merk‘ dir die CUS_IMGACH

Vor einiger Zeit hatte ich dargestellt, wie Transaktionen im SAP-System ermittelt werden können: Geheime SAP-Transaktionen – leider gibt es sie nicht, aber …. Hier hatte ich auch erklärt, das im Customizing (SPRO) durch einblenden der der IMG-Aktivativität vielfach auch der Transaktions-Code dargestellt wird:

# Menüleiste IMG-Aktivitäten darstellen: Zusatzinformation -> Zusatzinformationen -> Schlüssel anzeigen -> IMG-Aktivität:

# Die letzten 4-Stellen der IMG-Aktivität stellen die direkten Transaktionscode dar:

 

Doch leider gilt dies nicht immer; es gibt viele Customizing-Aktivitäten, deren Transaktion nicht in der IMG-Aktivität verschlüsselt ist. Bspw. die Definition der Lagernummer, deren IMG-Aktivität SAPC_LGNUM ist. Hier ist die Transaktionscode nicht aus der IMG-Aktivität zu entnehmen:

 

 

Hier kannst du aber den entsprechenden Transaktionscode einfach mittels der Tabelle CUS_IMGACH nachschauen:

# Tabellenbrowser SE16N aufrufen

# Im Selektionsfeld „IMG Aktivität“ SAPC_LGNUM eingeben und ausführen (F8)

# Jetzt wird die entsprechende Transaktion zur IMG-Aktivität im Feld Transaktionscode (S_ALR_87007555) dargestellt:

 

cu, Isa.